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Pressemitteilung zum Kölner Fachtag „Angle Dikhas“, Modellprojekt des Rom e.V.

By | Aktuelles, Presse

Pressemitteilung

zum Kölner Fachtag „Angle Dikhas“, Modellprojekt des Rom e.V.,
zum Übergang Schule-Beruf  am 7.12.2017

 

Am 7.12.2017 trafen sich in der Kölner Regionalagentur Vertreter des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) des Landes NRW, Vertreter*innen aus Schulen, von sozialen Diensten sowie von freien Trägern der Kölner Bildungslandschaft.

Präsentiert wurde die Halbzeitbilanz des Projektes „Angle Dikhas“ – Nach vorne schauen – Perspektiven aufbauen,  das „Bergfest“, wie Herr Bürgermeister Andreas Wolters es in seinem Grußwort nannte. Das Projekt richtet sich an Familien aus rumänischen und bulgarischen Zuwandererfamilien mit Schülern*innen der Klassen 6-8 an Kölner Schulen.

In seinem Eingangsstatement betonte Wolfgang Heiliger, Referatsleiter des MAGS,dass sich die Bildungssituation von Migranten in Deutschland stetig verschlechtere. Aus dem Bericht zur Lage der Roma in der EU gehe zudem hervor, dass 68% der Roma aus schulischer Bildung ausgegrenzt werden.

Das Projekt „Angle Dikhas“ erarbeitet modellhaft Strategien und Handlungsmöglichkeiten dem entgegenzuwirken. Durch einen ganzheitlichen Ansatz, individuelle Beratung und Begleitung, Mediation sowie Sprach- und Kulturmittlung von zwei Roma-Mitarbeiter*innen sowie einer Sozialpädagogin wurden bereits beträchtliche Erfolge erzielt. Beispielhaft sind hier Verhinderung von und Intervention bei Schulabsentismus, Begleitung bei Praktikumssuche und Potentialanalyse genannt. So soll gewährleistet werden, dass die Standardelemente von  KAoA (Kein Abschluss ohne Anschluss), die Landesinitiative zum Übergang Schule – Beruf in NRW auch in bildungsfernen Familien mit multiplen Problemlagen ankommen.

Ziel der Veranstaltung war u.a. die Sicherstellung der Nachhaltigkeit und Verfestigung der Projektarbeit über die Projektlaufzeit nach Ende 2018 hinaus.

Wir bedanken uns bei den Teilnehmer*innen für die ergiebige Beteiligung, bei den Mitarbeiterinnen der Regionalagentur Köln, der Leiterin des Regionalen Bildungsbüros Köln, dem kommunalen Integrationszentrum und der kommunalen Koordinierung „KAoA“ Köln für die tatkräftige Unterstützung.

Rom e.V. Köln , 7.12.2017

Elisabeth Klesse – Vorstand

Ingrid Welke – Geschäftsführung


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Pressemitteilung 07/2016

By | Aktuelles, Presse

PRESSEMITTEILUNG

Köln, 04. Juli 2016

 

Es ist 5 vor 12!

Das Ziel des Rom e.V. vor fast 30 Jahren war das Bleiberecht der Roma. Wir müssen feststellen: das politische Ziel haben wir, trotz einzelner Fortschritte beim Bleiberecht und in Einzelfällen, (noch) nicht erreicht.

Im Gegenteil: Roma werden aktuell verstärkt in die (angeblich) sicheren Herkunftsstaaten Bosnien, Mazedonien, Serbien, Albanien, Montenegro und den Kosovo abgeschoben oder zur „freiwilligen“ Ausreise  genötigt.

Deutschland hat aufgrund des Nationalsozialismus eine besondere Verantwortung gegenüber den Roma, die aber in keiner Weise wahrgenommen wird – „sichere“ Herkunftsstaaten werden „beschlossen“:  für Roma sind diese Staaten in keiner Weise „sicher“.

Wir müssen handeln: Es ist 5 vor 12!

Aktion für das Bleiberecht der Roma und gegen Abschiebungen am
Mittwoch, 06.07.2016,11:55 Uhr,
Ottmar-Pohl-Platz 1, Köln-Kalk.

 

Für Rückfragen: Simone Treis, Vorstand Rom e.V., simone.treis@romev.de

romevpresse040716

Der Rom e.V. sucht: KiTa-Container- Sponsoren

By | Aktuelles, Allgemein

 

Sehr geehrte/r Frau/Herr

ich wende mich als Vorstand des Fördervereins „Amaro Kher“ mit einer dringenden Bitte an Sie:

Der Rom e.V. Köln sucht als Ersatz für eine halb eingestürzte Baracke einen neuen doppelstöckigen Container!

Eine  diesbezügliche Bauvoranfrage ist bereits positiv entschieden.

Im 29. Jahr der Vereinsarbeit und im 12. Jahr des Schulprojektes Amaro Kher leidet der Verein an akuter Raumnot.

Das neu bewilligte Konzept der Öffnung für Zuwanderer- und Flüchtlingskinder, das zum Schuljahr 2016/17 starten soll, kann in den vorhandenen Räumlichkeiten nicht umgesetzt werden.

romev_baracke2Für die 30 (!) Kinder und Jugendlichen im Alter von neun bis vierzehn Jahren, die ab August neue Zielgruppe sein werden, haben  im Nachmittagsbereich keine geeigneten Räume mehr! Unser einziger verbleibender Raum ist mit 30 qm viel zu klein.

(Zum Vergleich: Für eine Kita-Gruppe mit 20 Kindern im Alter bis sechs Jahren empfiehlt das Landesjugendamt Rheinland eine Gruppenraumgröße von 60-70qm plus Rückzugsräume.)

Gelöst werden könnte dieses Problems durch das Sponsoring eines doppelstöckigen Containerbaus (demontable Einheit) in Analogie zu einigen in Köln realisierten doppelstöckigen KiTa-Containern. Allerdings brauchen wir zum Glück im Innenbereich der Container nicht die hohen baulichen Standards zu erfüllen.

romev_baracke1Eine Finanzierung durch öffentliche Mittel ist nicht möglich, weil im zuständigen Dezernat von Frau Dr. Klein keine Mittel für solche Investitionen vorhanden sind. Zudem würde die Realisierung einer städtischen Baumaßnahme vier bis fünf Jahre dauern.

Dem Verein als kleiner Träger stehen auch keine Eigenmittel zu Verfügung. Alle eingehenden Spendengelder (auch von „wir helfen“) sind zweckgebunden für unmittelbar pädagogische Arbeit.

Der Rom e.V. ist ein 1988 gegründeter gemeinnütziger Verein für die Verständigung von Rom (Roma & Sinti) und Nicht-Rom. Er tritt den Vorurteilen gegenüber den Sinti und Roma in Medien und Behörden und in der Bevölkerung durch Information und Aufklärung entgegen. Der Verein unterhält, neben seinem dezentralen Schulprojekt „Amen Ushta“, an seinem Geschäftssitz in Köln, Am Venloer Wall 17, ein Archiv und Dokumentationszentrum,

eine Sozialberatungsstelle für Sinti und Roma und die Regeleinrichtung „Amaro Kher“ (Unser Haus), die eine Kindertagesstätte, anerkannt als Familienzentrum und eine Schule für Roma-Flüchtlingskinder umfasst.

Insbesondere für die Arbeit mit den Kindern, aber auch für unser Dokumentationszentrum, benötigen wir weiteren Platz!

Die Integration der großen Zahl von Migranten ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Auch deshalb öffnet und erweitert der Verein  zum kommenden Schuljahr sein Angebot vor allem für die Kinder der  Zuwanderer und Geflüchteten.

Viele gesellschaftliche Kräfte, u.a. der Arbeitgeberverband, sehen sich ebenfalls in der Pflicht, die gewaltige Aufgabe der Vermittlung von Bildung/Ausbildung und Arbeit gemeinsam mit anderen Engagierten zu lösen, um dauerhafte Integration möglich zu machen.

Deshalb bitten wir  Sie, sich für unsere Kinderarbeit besonders zu engagieren.

Natürlich steht der Förderverein wie auch der Vorstand des Rom e.V.  für Rückfragen gerne zur Verfügung. Zuwendungsbestätigungen (Spendenbescheinigung) können  selbstverständlich ausgestellt werden. Eine öffentliche Würdigung kann ebenfalls garantiert werden.
Die Sache eilt leider; denn am 24.08. beginnt das neue Schuljahr!

Für den Förderverein „Amaro Kher“

Hedwig Neven-DuMont

45. WeltRomaTag – „eine Zwischenbilanz“

By | Aktuelles

Am 08. April 2016 findet der Internationale Roma-Tag statt, welcher an den ersten Internationalen Roma-Kongress erinnert, der vor 45 Jahren stattgefunden hat. Anhand von Vorträgen ziehen wir eine Zwischenbilanz und feiern anschließend mit Gedichten, Buffet und Tanz!

Wir laden Sie/ Euch herzlich ein, mit uns zu feiern.
08. April 2016, ab 17 Uhr
im Rom e.V., Venloer Wall 17, 50672 Köln

  • Vortrag 1: Roma-Dekade, Sabina Xhemaili
  • Vortrag 2: Fluchtursache & Asyl, Hasiba Dzemajlji
  • Vortrag 3: Positives aus der Roma-Community N.N.
  • Gedichte
  • Anschließend Essen und Musik und Tanz

Seit dem Jahr 1971 feiern Roma auf der ganzen Welt den 8. April als ihren internationalen Tag, um an ein Treffen in London zu erinnern, bei dem die inoffizielle Flagge der Roma-Gemeinschaft und die Nationalhymne eingeführt wurden.

Mehr zum Thema

Jahreshauptversammlung 2016

By | Aktuelles, Presse

Rom e.V. Jahreshauptversammlung: Mehr Roma im Vorstand

Die Flüchtlingsberatung des Rom e.V. beschäftigt sich derzeit mit 11 Familien, deren Abschiebung angeordnet ist. Auch gut integrierte Familien des Schulprojektes Amaro Kher sind bereits abgeschoben worden. Die Folgen der laufenden Asylverschärfungen der letzten Monate werden auch für die Kölner Roma immer spürbarer.

In dieser Situation fand letzte Woche die Jahreshauptversammlung des Rom e.V. statt. Die Versammlung war außerordentlich gut besucht. Nach einer Gedenkminute für den verstorbenen Ehrenvorsitzenden Kurt Holl wurde intensiv über die Asylsituation und die pädagogischen Projekte des Vereins diskutiert.

Schließlich wurde mit deutlicher Mehrheit ein neuer Vorstand gewählt, dem jetzt 4 (statt bisher 2) Roma angehören. Der Vorstand besteht aus den drei langjährigen Vorstandsmitgliedern Simone Treis, Doris Schmitz und Elisabeth Klesse, dem Schriftsteller Günter Wallraff, den relativ neuen Mitgliedern Ossi Helling (ehemaliger Grüner Ratsvertreter) und Ismeta Stojkovic (Leiterin des Projektes Amen Ushta), sowie den neu gewählten Mitgliedern Jovan Nikolic (Schriftsteller), Ruzdija Sejdovic (ebenfalls Schriftsteller) – beide wollen sich besonders um das Archiv und Dokumentationszentrum kümmern – und Zeljko Baraba (dem die Arbeit mit den Roma Kindern als langjähriger Mitarbeiter von Amaro Kher am Herzen liegt).

Renate Graffmann, die seit Beginn des Vereins überwiegend im Vorstand tätig war, wurde zur Ehrenvorsitzenden gewählt.
Zu den Schwerpunkten des kommenden Jahres erklärte Ossi Helling:„Die Kölner Roma müssen mit allen verfügbaren Mitteln vor Abschiebungen geschützt werden.“

Ismeta Stojkovic betonte abschließend:„Die bisherigen pädagogischen Projekte Amaro Kher und Amen Ushta sollen mit einem neuen Projekt für die Übergänge Schule/Beruf noch stärker vernetzt werden. Damit können wir Kinder und Jugendliche auf allen Altersstufen begleiten.“

Erfreulicherweise wuchs der Rom e.V. im letzten Jahr von 40 auf 70 Mitglieder, davon ein großer Teil Roma.
Köln, 24.02.2016

Presseberichte über uns

By | Presse über uns

Im Folgenden finden Sie ein Auswahl von Presseartikeln über uns:

  • Samstag/Sonntag, 23./24. Januar 2016 Kölner Stadt-Anzeiger
    Eine Vision für die Zukunft
    SPENDENZIEL Die Mitarbeiter des Integrationsprojekts Amen Ushta können ihre Arbeit kaum noch bewältigen
  • Montag, 15. September 2014 Kölner Stadt-Anzeiger
    Überwältigt von der Hilfsbereitschaft
  • lokalkompass.de
    Stolpersteine zum Gedächtnis werden verlegt
  • 14.02.2013 Kölnische Rundschau
    Kritik an Zwangsumzügen
  • 23.11.2010 ksta:
    15 Tage nicht mehr geduscht
  • 23.11.2010 ksta:
    Kinder leiden am meisten
  • 15.11.2010 Zeit Online:
    Eine Schule für Romakinder
  • 09.08.2010 Süddeutsche Zeitung:
    Das Prinzip Hoffnung
  • 06.02.2009 FR-online.de:
    Vom Pogrom zur Abschiebung
  • 29.01.2009 www.ganztagsschulen.org
    „Die Schule ,Amaro Kher‘ ist ein leuchtendes Beispiel“
  • 11.07.2008 ksta:
    Als Gage ein Tablett voll Eis
  • 03.06.2008 ksta:
    Schüler als Lehrer
  • 19.08.2007 KSTA:
    Damit die Seele heilen kann
  • 08.10.2006 Welt am Sonntag:
    Sie vermittelt den ewig Heimatlosen das Gefühl, ein bisschen zu hause zu sein
  • 03.10.2006 NRhZ-Online:
    Nach üblem Polizeieinsatz gegen Roma in Kölner Flüchtlingswohnheim
  • 23.08.2006 Kölnische Rundschau:
    „Das Denken der Menschen ändern“
  • 29.06.2006 taz.de:
    Mit Visum in die Vergangenheit
  • 13.09.2005 WAZ:
    Wie ganz normale Kinder
  • 3. Preis: „Amaro Kher“ – „Unser Haus“

 

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Pressemitteilung

By | Aktuelles, Presse

Frau Daniela Schadt, die Lebensgefährtin von Bundespräsident Joachim Gauck, besuchte am 9. Juni 2015 den Rom e.V. in Köln.

 

Frau Daniela Schadt, die Lebensgefährtin von Bundespräsident Joachim Gauck, besuchte am 9.Juni 2015 den Rom e.V. in Köln.

Frau Daniela Schadt besuchte am 9.Juni 2015 den Rom e.V. in Köln.

Sie besichtigte die Klassenräume von „Amaro Kher“, dem Projekt des Rom. e.V. zur Vorbereitung der Flüchtlingskinder auf die Regelschulen, und tauschte sich mit den Kindern aus.

Auch das neue dezentrale pädagogische Projekt „Amen Ushta“  stellte sich vor. Die MitarbeiterInnen dieses Projektes, darunter zwei Roma-MediatorInnen,  arbeiten an mehreren Regelschulen mit bereits eingeschulten Romakindern. Die Sozialberaterin  des Vereins   erwähnte einschränkend, dass der Schulerfolg der Kinder  immer wieder  durch Abschiebedrohungen gegen die Familien gefährdet sei.

Frau Schadt besuchte das Dokumentationszentrum und Archiv des Rom e.V.

Frau Schadt besuchte das Dokumentationszentrum und Archiv des Rom e.V.

Schließlich besuchte Frau Schadt auch das Dokumentationszentrum und Archiv des Rom e.V., das zu den bedeutendsten Einrichtungen dieser Art in Europa gehört. Es wurde 1999 vom damaligen Bundestagspräsidenten Thierse eingeweiht. Ehrenvorsitzender Kurt Holl stellte die umfangreiche Bibliothek zu Geschichte und Kultur der Roma und Sinti in zwanzig Ländern Europas vor, die ca. 4000 Bände enthält. Diese Materialien würden u.a. von Studenten, Schülern, Journalisten, Lehrern, Künstlern und Politikern regelmäßig genutzt, nicht zuletzt um den zunehmend rassistischen und antiziganistischen Tendenzen in  den Medien bzw.  im   Internet entgegenzutreten.

Ossi Helling vom Vorstand des Rom e.V. betonte, dass die gesamte Arbeit ehrenamtlich geleistet werde, jetzt aber an ihre Grenzen stoße. Obwohl von der Stadt Köln gelobt, sehe diese  keine Möglichkeit, in eine Finanzierung einzusteigen.

Frau Schadt erklärte abschließend: „Ich bin beeindruckt von der Sammlung, die im Laufe der Zeit und durch das Zutun vieler engagierter Menschen im Dokumentationszentrum des
Rom e. V. zustande gekommen ist. Schön wäre es, wenn die Finanzierung der Bibliothek langfristig gesichert werden könnte.“

Pressemitteilung: Veranstaltung anlässlich des Welt Roma Tages

By | Aktuelles, Presse

Aktion des Schulprojekts Amaro Kher

Warum: Veranstaltung anlässlich des Welt Roma Tages
Wann: Dienstag, den 14.04.2015 um 11 Uhr
Wo: Platz vor der Kalker Post in Köln-Kalk

 

Seit 1971 wird am 8. April jeden Jahres der Welt-Roma-Tag gefeiert. Roma und Sinti zeigen durch verschiedene Aktionen, dass sie als eine Minderheit von mehr als 12 Millionen Menschen in Europa leben. Sie kämpfen bis heute um Gleichberechtigung und Akzeptanz. Wir vom Schulprojekt von Amaro Kher, nehmen dies zum Anlass, gemeinsam mit unseren Kindern und Kindern anderer Schulen und aller Nationalitäten gemeinsam an diesem Tag daran zu erinnern, dass alle Kinder, unabhängig von ihrer Herkunft, ein Recht auf ein Leben mit gleichen Chancen haben. Sie sollen gemeinsam lernen und spielen und sich als Kinder einer Welt begreifen können. Dazu haben wir einen Chor gegründet, der vorher in alle beteiligten Schulen gefahren ist, um Lieder auf Romanes u. Deutsch mit allen Kindern einzuüben.

Am 14.04.15 treffen sich alle TeilnehmerInnen um 11.00 Uhr auf dem Platz vor der Kalker Post. Auf dem Weg dorthin verteilen die Kinder Flyer, auf denen der Welt-Roma-Tag und der Wunsch auf eine gleichberechtigte Kindheit aller Kinder erläutert wird. Anschließend wird es eine kleine Kundgebung mit einer offiziellen Erklärung geben. Am Ende singen alle Kinder zusammen Lieder auf Romanes und Deutsch und lassen Luftballons steigen, die mit Schmetterlingen versehen sind, die mit einer Erklärung zum Welt Roma Tag und einer persönlichen Kinderbotschaft in die Welt hinaus geschickt werden. Sie tun das in der Hoffnung, dass ihr Wunsch von vielen Menschen gehört, gelesen, respektiert und unterstützt wird.

 

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an
Sabine Ludwig
ProjektleiterinAmaro Kher
Tel. 0221-3558174
Email: sabine.ludwig@amaro-kher.de

Veranstaltung in der Melnchthon-Akademie am Montag, 23. März 2015

By | Allgemein

Das Berliner Arnold-Fortuin-Haus für Romafamilien als Beispiel modellhafter Wohnbauprojekte

„Ist das so, da wo Roma leben ist Schmutz, Müll und Lärm? Dieses Klischee schien auch auf die Bewohner der Häuser Harzer Straße in Berlin 2011 zuzutreffen. Die Medien berichteten dann auch politisch ganz korrekt von den Müllhäusern und dem „Romadorf“ in Neukölln. Benjamin Marx sah das anders und kaufte für die Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft die Wohnanlage, in der die Menschen in einer prekären Situation lebten. Es begannen auch sofort die Sanierungsmaßnahmen der Wohnungen und Häuser. Die Bewohner wurden in diese Arbeiten mit eingebunden, es entstand Vertrauen und eine Begegnung auf Augenhöhe.“ http://www.arnold-fortuin.de/

2013 erhielt das Projekt den renommierten Julius Berger Architekturpreis.

Ist dieses Modellprojekt in Berlin auch auf Köln übertragbar?
Könnten hiesige Wohnbaugesellschaften oder Investoren ähnlich reagieren und die Kommune in der Frage der Unterbringung von Flüchtlingen und anderen Menschen in prekärer Wohnsituation unterstützen?

Einführung: Iris Pinkepank, Rom e. V.
Projektbericht: Benjamin Marx, Leiter der Bau¬projekte in Berlin
Podiumsdiskussion: Felix von Grünberg (MdL), Guido Stephan angefragt. (Antoniter- Siedlungs¬gesellschaft mbH), NN (Wohnungsbauamt der Stadt Köln), Kurt Holl (Rom e. V.),
Moderation: Dr. Martin Stankowski

Mo, 23. März, 19.30-21h, Melanchthon-Akademie, Kartäuserwall 24b
Koop. Melanchthon-Akademie, Kath. Bildungswerk Köln, Rom e. V., Migrationsausschuss des EKV Köln und Region, Eintritt frei

Wir brauchen mehr Menschlichkeit

By | Aktuelles

In Deutschland leben Menschen, die ständig ein Gefühl von Unsicherheit und Angst begleitet. Das Gefühl von „Zuhause“ wird ihnen verwehrt und das oft schon seit Generationen. Als Rom e.V. sind wir seit fast 30 Jahren Ansprechpartner und Anlaufstelle für Roma und Sinti. Viele von ihnen suchen als Flüchtlinge Schutz, andere sind inzwischen voll in Deutschland integriert. Doch sie alle haben die Erfahrung gemacht, dass ihre kulturelle und ethnische Herkunft ein Stigma bedeutet. Sie alle wissen, was es heißt, tagtäglich gegen unzählige Vorurteile zu kämpfen und diskriminiert zu werden.

„Wir sind hier nicht mehr sicher!“
„Wir müssen alle Angst um unsere Kinder haben!“*

Eine wachsende Zahl von Roma und Sinti fühlt sich in Deutschland unerwünscht und bedroht. Es macht uns traurig, mit welchen Ängsten sich diese Menschen an uns wenden oder in sozialen Netzwerken äußern. In der Gesellschaft und in klassischen Medien werden sie leider kaum wahrgenommen. Schlimmer noch, negative und einseitige Berichterstattung verschlimmert die Lage von Roma und Sinti sogar. Und längst sind es ganz unterschiedliche Gruppen, die Roma und Sinti ihre Daseinsberechtigung in diesem Lande absprechen.

Mit großer Sorge und Abscheu, beobachten wir gesellschaftliche Entwicklungen der jüngsten Zeit. Zu Tausenden ziehen Deutsche auf die Straße. Vermeintlich besorgte Bürger machen ihrem Frust Luft. In das Fadenkreuz ihrer Gesellschaftskritik geraten die Schwächsten: Flüchtlinge, Asylanten und andere Menschen, die eigentlich auf unsere Hilfe angewiesen sind. Ihnen schlägt geballter Hass entgegen. Das Beängstigende daran: Wir haben es nicht mit einem rechten Phänomen zu tun. Stattdessen sind die Ideen von Pegida & Co. längst in der breiten Öffentlichkeit angekommen und salonfähig geworden. Gewalttätige Übergriffe gegen Minderheiten häufen sich. Menschen werden wegen ihrer Hautfarbe oder Herkunft verprügelt und sogar ermordet. Moscheen und Synagogen werden mit Hakenkreuzen beschmiert und Minderheiten durch soziale und wirtschaftliche Zwänge in maroden Vierteln gettoisiert. Zustände, die uns an längst vergangen Zeiten erinnern! Die deutsche Geschichte lehrt uns: Stigmatisierung, Schikane, Entrechtung, Verfolgung und Genozid sind eng miteinander verknüpft. Hunderttausende Roma und Sinti sind einst Opfer des Holocaust geworden. Ein unvorstellbares Verbrechen, dass jedoch tief im kollektiven Gedächtnis dieser Minderheiten verankert ist. Es prägt ihre Identitäten und ihr Leben bis ins Hier und Jetzt.

Diese Tatsache verbietet uns und dem Rest der Menschheit, den Mund zu halten! Rassismus und Radikalismus dürfen in unserer deutschen Gesellschaft keinen Raum haben. Dort wo sie aufflammen, sind wir alle gefordert, uns dagegen zu stellen. Ein friedliches Miteinander, Wertschätzung und Solidarität sind die höchsten Güter. Für sie müssen wir kontinuierlich eintreten und uns auf unserem Weg nicht beirren lassen. Als Rom e.V. bekennen wir uns eindeutig zu diesen sozialen Werten und dem Auftrag, uns für Völkerverständigung einzusetzen.

Wir wollen, dass die Gesellschaft sich für Roma und Sinti öffnet. Gleichzeit helfen wir Angehörigen dieser Minderheiten – dort, wo man sie lässt – auf dem beschwerlichen Weg, ein anerkanntes Vollmitglied unserer Gesellschaft zu werden. Und diesen Wunsch haben wir auch für andere Minderheiten – unabhängig von Religion, ethnischer und kultureller Herkunft, sexueller Gesinnung oder ähnlichem. Aufklärung und Bildung sind unsere wichtigsten Instrumente, um Ignoranz auf allen Seiten abzubauen.

Der Rom e.V. wünscht sich von seinen Mitmenschen vielfältige Unterstützung. Und wir suchen das Gespräch miteinander, um Unwissen und daraus resultierende Ressentiments abzubauen. Dies gilt für Roma und Sinti genauso wie für die deutsche Gesellschaft. Wir wollen keine parallelen Universen bevölkern, deshalb müssen wir im positiven Sinne transparenter füreinander werden. Nur so ist es uns möglich, eine Gesellschaft zu formen, in der wir alle leben können und wollen. Deutschland braucht mehr Menschlichkeit!

Gianni Jovanovic
Vorstandsmitglied Rom e.V.

Neuer Vorstand des Rom e.V.

By | Aktuelles, Presse

Presseerklärung

Der Rom e.V. hat auf seiner jüngsten, gut besuchten Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand
gewählt. Der bisherige langjährige geschäftsführende Vorstand wurde mit Simone Treis als 1.
Vorsitzender, Doris Schmitz als 2. Vorsitzender und Elisabeth Klesse als Kassiererin im Amt bestätigt.

In den erweiterten Vorstand wurden mit Ismeta Stojkovic und Gianni Jovanovic zwei Vertreter der
Kölner Roma gewählt. Ismeta Stojkovic ist Projektleiterin des rechtsrheinischen
Schulbegleitprogramms „Amen Ushta“, das Roma- und andere Kinder im Regelschulsystem
besonders fördert und begleitet. Gianni Jovanovic wurde schon als Jugendlicher mit seiner Familie
vor etlichen Jahren vom Rom e.V. betreut; er ist derzeit Inhaber eines zahnmedizinischen
Unternehmens in Köln.

Des Weiteren wurden die ehem. Pfarrerin Renate Graffmann, der Schriftsteller Günter Wallraff
sowie der frühere langjährige sozialpolitische Sprecher der Grünen im Kölner Rat, Ossi Helling,
gewählt.

Kurt Holl hatte aus persönlichen Gründen auf eine Wiederwahl verzichtet. Er wird dem Verein aber
als Aktivist im Archiv- und Dokumentationszentrum erhalten bleiben. Für seine herausragenden
jahrzehntelangen Dienste im Interesse der Kölner Roma und Sinti wurde er von der
Mitgliederversammlung zum lebenslangen Ehrenvorsitzenden gewählt.

Der neue Vorstand freut sich, den Rom e.V. zusammen mit Geschäftsführung, Mitarbeitern und
Mitarbeiterinnen (davon ca. 1/3 Roma) und vielen Ehrenamtlern noch mehr für die Kölner Roma
sowie für andere Menschen mit Migrationsgeschichte zu öffnen und mehr Chancen für Roma und
andere diskriminierte Bevölkerungsschichten in Köln zu erkämpfen.

Köln, 26.02.2015

Wir gedenken der Opfer – aber wir vergessen die Täter nicht!

By | Aktuelles, Medien, Presse
Höcker, Adjutant des KZ-Kommandanten und seine SS- Mädels

Höcker, Adjutant des KZ-Kommandanten und seine SS- Mädels

 

Ganz normale Deutsche

SS-Mann Karl Höcker, Adjudant des Auschwitz-Lagerleiters, hinterließ ein Album mit Aufnahmen von den Freizeitspäßen, Betriebsausflügen und Erholungspausen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vernichtungslagers Auschwitz: Junge, fröhliche, singende, sonnenbadende Mädels als SS-Helferinnen und die stets zu Späßen aufgelegten SS-Offiziere Dr. Mengele, Höss und Baer bei Plausch und Umtrunk.

Päuschen der KZ-Helferinnen, die die von SS Höcker (Mitte) besorgten Brombeeren vernaschen.

Päuschen der KZ-Helferinnen, die die von SS Höcker (Mitte) besorgten Brombeeren vernaschen.

In derselben Zeit, nämlich ab Mai 1944, in der diese Fotos entstanden, hatte dieses Personal wirklich schwere Arbeit zu leisten. Mit den Deportationszügen aus Ungarn, waren über 400.000 Juden angekommen, die erst auf der Rampe selektiert und dann, Frauen Kinder zuerst, in die Gaskammern getrieben werden mussten. Viele der Männer kamen zunächst in inzwischen leere Baracken des Zigeuner- Familienlagers Ausschwitz Birkenau. Denn ebenfalls im Mai 1944 hatte die systematische Ermordung der Sinti und Roma begonnen. Auch keine leichte Aufgabe für das ansonsten lustige Lagerpersonal. Denn die „Zigeuner“ hatten sich am 16.Mai mit Knüppeln, Blech-Messern, Schaufeln bewaffnet und hatten die SS Leute, die sie In die Gaskammern führen wollten, zunächst vertreiben können. Am 3.August schließlich wurden die letzten der tapferen Roma ins Gas geschleppt.

SS-Höcker (Adjutant des Kommandanten), sonnenbadend mit KZ – Helferinnen

SS-Höcker (Adjutant des Kommandanten), sonnenbadend mit KZ – Helferinnen

Die MitarbeiterInnen mussten sich da schon mal öfter erholen und durften in der Sommerfrische von Solahütte, dem SS-Erholungsheim nahe Auschwitz, wo die meisten Fotos gemacht wurden, Sonne tanken und neue Kraft schöpfen. Der Lehrersohn Heinrich Himmler wusste, was er seinen MitarbeiterInnen zumuten musste. In seiner Posener Rede vom 4.10.1943 beschwor er seine Leute: „Von Euch werden die meisten wissen, was es heißt, wenn 100 Leichen beisammen liegen, wenn 500 daliegen oder wenn 1000 daliegen. Dies durchgehalten zu haben, und dabei – abgesehen von Ausnahmen menschlicher Schwächen – anständig geblieben zu sein, das hat uns hart gemacht.“ Ja, „ anständig“ und lustig bei der schweren Arbeit.

Lustig blieben ja auch viele Kölner, die – Krieg, Deportationen, Mordorgien hin oder her – , sich fast bis zum bitteren Ende den Spaß an der Freud nicht verderben ließen sowie sie ja die antisemitischen Karnevalswagen vor 1939 mit donnerndem „Kölle Alaaf“ begrüßt hatten.

Auschwitz-SS Offiziere beim gemeinsamen Singen mit Rudolf Höss und Joseph Mengele.

Auschwitz-SS Offiziere beim gemeinsamen Singen mit Rudolf Höss und Joseph Mengele.

Die Opfer der Nazis, die Kölner Juden und „Zigeuner“, lebten Tür an Tür mit den anderen Kölnern. Daran erinnern heute täglich die Stolpersteine vor ihren ehemaligen Wohnungen, vor allem auch in Ehrenfeld, am Griechenmarkt und in Kalk. Eine Aktion, die der Künstler Gunter Demnig und der Rom e.V. 1990 in Köln realisiert hatten. Die Verfolgten waren Freunde, Nachbarn, Kollegen, Mitschüler, Geschäftsfreunde, vor allem aber Mitbürger. Fast niemand half ihnen, als die Kölner Nazi-Mitarbeiterinnen: Polizisten, städtische Beamte und Krankenschwestern sie 1940 abholten. Die lustigen AuschwitzhelferInnen sind nur das widerlichste Beispiel für die Kollaboration der meisten Deutschen, die aus materiellen Interessen oder purem Opportunismus, aus Feigheit, Zukunftsängsten und Verblendung die Nazis gewähren ließen. Die Roma und Sinti in Köln hoffen inständig, dass die junge Bewegung gegen den heute wiedererstarkenden Rassismus mutig und ausdauernd bleibt.

 

Kurt Holl
Dokumentationszentrum

Bleiberechtsdemonstration der Roma am 10.12.2014 auf dem Bahnhofsvorplatz

By | Aktuelles, Medien, Presse

Aufruf zur Demonstration
Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz – Köln

Mittwoch, 10.12.2014 – 18.30 Uhr

Die Bundesregierung hat am 03.12.14 einen neuen Gesetzentwurf für Menschen mit Duldung und Menschen mit Asylantrag verabschiedet.

 

Das bedeutet:

  • Neues Bleiberecht für Familien, die lange geduldet sind und arbeiten und deren Kinder zur Schule gehen.
    Aber: Familien, die noch keine 6 Jahre hier sind (Einzelpersonen 8 Jahre) sollen schneller abgeschoben werden.
  • Mögliche Aufenthalts- und Einreiseverbote bei Straffälligkeit oder nach abgelehntem Asylantrag
  • mehr Einreisesperre nach Abschiebung ( bis zu 10 Jahre! )

 

Schon vor 8 Wochen wurde ein neues Gesetz verabschiedet, welches die Länder Serbien, Bosnien- Herzegowina und Mazedonien zu sicheren Herkunftsstaaten erklärt.

 

Das heißt, alle aus diesen 3 Ländern, die jetzt einen neuen oder 2. Asylantrag stellen, werden noch schneller abgelehnt, und bekommen weniger Duldung, bis sie endgültig ausreisen müssen oder abgeschoben werden. Das Verwaltungsgericht Münster zweifelt die Verfassungsmäßigkeit dieses Gesetzes an!

 

Am 11./12.12. treffen sich alle Innenminister von Deutschland in Köln. Dann werden hinter verschlossenen Türen weitere Änderungen der Gesetze über Aufnahme, Verteilung, Versorgung und Unterbringung von Flüchtlingen besprochen.

 

Die Initiative „kein mensch ist illegal“ macht eine Demonstration in Köln, bei der die Themen Menschenrechte für Flüchtlinge, Bleiberecht, und Abschiebestopp im Vordergrund stehen. Daran wird auch der ROM e.V. teilnehmen, am 10.12.14, 18:30 Uhr am Bahnhofsvorplatz Köln

 

Mittwoch, 10.12.14 ( Tag der Menschenrechte ), 18:30 Uhr: Demonstration vor dem Hauptbahnhof Köln

Sreda 10. Decembar 2014 (Dan ljudskih prava):

18:30 h – Demonstracija ispred Glavne Zeleznicke stanice u Kelnu                

 

Schutz für Roma vom Westbalkan und aus der EU!!!                        

Gegen Einreise- und Aufenthaltsverbote!!!

Gegen Abschiebung!!!

Bleiberecht für Alle!!!

Menschenrechte für Flüchtlinge!!!

Köln, 4.12.2014

Pressemitteilung des Rom e. V. Köln zur Schaffung neuer Aufenthalts- und Einreiseverbote in 2014:

By | Aktuelles, Presse

Per Kabinettsbeschluss will die Bundesregierung am 3.12. weitere Verschärfungen im Aufenthaltsgesetzes (u.a. § 11) verabschieden. Durch entsprechende Formulierungen soll die Abstimmung im Bundesrat umgangen werden. So würden noch vor der Innenministerkonferenz am 11./12.12.14 in Köln Fakten geschaffen, die sowohl weitreichende Folgen für geflüchtete wie bereits in Deutschland integrierte Roma und Sinti hätten wie auch für sehr viele andere Geflüchtete von außerhalb der EU.

Einschätzung zum Thema auf der Seite von Pro Asyl- ( proasyl.de ) : http://www.proasyl.de/fileadmin/proasyl/fm_redakteure/Newsletter_Anhaenge/207/Stellungnahme_20112014.pdf

Wir vom Rom e. V. Köln beraten und unterstützen seit mehr als zwei Jahrzehnten Roma- und Sinti-Familien aus den Westbalkan- Staaten und der EU, die sich in Deutschland integrieren wollen.

Wir müssen feststellen, dass die Bundesregierung Gesetze formuliert, die die Menschenwürde verletzen, und das sogar gegen eigene Absichten und Erklärungen, z.B. dem Koalitionsvertrag zum Bleiberecht. So wird das Engagement zahlreicher Verbände, Kirchen und anderer Organisationen, darunter das des Rom e.V., ad absurdum geführt.

Schon das bereits verabschiedete Gesetz zu den „sicheren Herkunftsstaaten“ (Serbien, Bosnien-Herzegowina und Mazedonien) sowie die Maßnahmen zur Abwehr von „Armutsflüchtlingen“ schneiden vielen Roma den Fluchtweg ab, die in Deutschland Schutz und ein menschenwürdiges Leben suchen. Dabei fordert der Bundesrat in einem Gesetzentwurf schon seit 2013 eine stichtagunabhängige Bleiberechtsregelung.

Im Oktober 2012 wurde nahe dem Reichstag das Denkmal für die ermordeten Roma und Sinti eingeweiht, und die Kanzlerin fand bewegende Worte. Am 12.11.2014 erhielt der Rom e. V. für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement die Integrationsmedaille der Bundesregierung. Das wirkt jetzt fast wie Hohn.

BürgerInnen dieses Landes kämpfen allerorts für die Rechte der Flüchtlinge und für eine Integration in unsere Gesellschaft. Der geplante Kabinettsbeschluss sowie die aktuellen Gesetze zur Abwehr von Flüchtlingen von innerhalb und außerhalb Europas leisten Rechtspopulismus und Rassismus Vorschub, der alles Fremde ablehnt und verbannen will. Doch das darf nicht passieren!!!

Eine Chance auf Wiedergutmachung ist gegeben – heute – 70 Jahre nach dem nationalsozialistischen Völkermord an den Roma und Sinti Europas!
Unterstützt unsere Forderung nach Bleiberecht jetzt im Vorfeld der Innenminister- konferenz (Infos: noimk.org) und bei der Kundgebung von kein mensch ist illegal am 10.12.2014, 18:30 zum Tag der Menschenrechte am HBF Köln! (Infos: kmii-koeln.de)

 

Köln, 2.12.2014

Armutsflüchtling unser Vorschlag zum Unwort des Jahres 2014

By | Aktuelles

Flüchtlinge in Köln und anderswo in unserem Land leben vielfach unter erbärmlichen Bedingungen: unterhalb der Armutsgrenze, ghettoisiert, traumatisiert, oft ohne Zugang zu Bildung, zum Arbeitsmarkt, zum Gesundheitswesen, bedroht von Abschiebung, ohne Garantie auf menschenwürdige und respektvolle Behandlung durch die Vertreter von Behörden oder Mitglieder der Mehrheitsgesellschaft.

Die Roma, seien es Flüchtlinge oder Zuwanderer aus Südost- und Osteuropa, trifft das in besonderer Weise. Denn der öffentliche Diskurs in Politik und Medien stellt sie – anders als Flüchtlinge aus Krisen- und Kriegsgebieten – unter den generellen Verdacht, den Sozialstaat auszubeuten und schafft Hierarchien unter den Flüchtlingsgruppen.

Dazu gehört die aktuelle Entscheidung der Bundesregierung per Staatvertrag die Länder Mazedonien, Serbien, Bosnien Herzegowina und Kosovo zu sicheren Herkunftsländern zu erklären, in die die Schutzsuchenden gnadenlos zurückgeschickt werden. Diese Gesetzgebung zielt darauf, die Roma von vorne herein zu diskreditieren, ihr Ersuchen um Schutz und Hilfe als unberechtigt, ja als kriminell zu unterstellen. Dies geschieht trotz zahlreicher Berichte von Betroffenen und von Flüchtlingsorganisationen über Diskriminierung und über die häufige Verweigerung des Menschenrechts auf Bildung, Wohnung, Gesundheitsversorgung und Arbeit.

Dieses Verfahren führt die Arbeit des Rom e. V. und anderer Flüchtlingsorganisationen ad absurdum. Wir führen die Flüchtlingskinder an das deutsche Bildungssystem heran, initiieren Sprachkurse für Frauen, Berufsorientierung für Jugendliche, verschaffen den Menschen Zugang zu medizinischer Betreuung, helfen ihnen bei der Wohnungs- und Arbeitssuche und müssen dann zusehen, wie die Menschen eiskalt abgeschoben oder zur Ausreise genötigt werden. Selbst schwerwiegende Gründe wie akute Erkrankung, Behinderung, Schwangerschaft und der kommende Winter verhindern die Abschiebung nicht mehr.

Trotz dieser Entmutigungen versuchen wir, vor allem den Kindern, solange sie hier leben dürfen, einen Weg zu bereiten in eine bessere Zukunft. Die Stärkung ihrer Resilienz durch Bildung, Zuwendung und eine verlässliche und anregende Lern- und Erfahrungsumgebung sind erprobte Maßnahmen. Dies ist meilenweit entfernt von dem politischen Anspruch des Vereins; aber unmittelbar sehr hilfreich für jedes einzelne Kind und seine Familie.

Wir freuen uns sehr über diese Medaille und sehen sie durchaus als Anerkennung unserer nunmehr seit über fünfundzwanzig Jahren andauernden ehrenamtlichen Arbeit. Die Ehrung der Staatsministerin steht allerdings im Widerspruch zu innenpolitischen Beschlüssen und der Asylpraxis.

Wir sind daher der festen Überzeugung, dass ein neuer Ansatz in der Flüchtlingspolitik geschaffen werden muss. Die Roma sind kein „Problem“, das außer Landes getrieben werden muss. Sie sind Menschen, bringen eine Menge Potential mit, das sie entwickeln könnten. Es ist humaner und auf lange Sicht billiger, den Menschen durch angemessene Politik und Gesetzgebung echte Chancen auf eine Integration in unserem Land zu ermöglichen, als sie, wie seit Jahrzehnten praktiziert, zu kasernieren, auszugrenzen und zu vertreiben.

 

Die Roma sind die vergessenen Europäer; aber sie sind Europäer mit ALLEN Rechten und Pflichten! Und wir sollten sie endlich auch so behandeln!

 

Köln, 12.11.2014

Rom e.V. Köln – der Vorstand

Der Rom e. V. wurde von der Bundesregierung mit der Integrations-Medaille ausgezeichnet.

By | Aktuelles, Presse

Liebe Freundinnen und Freunde des Rom e. V.,
sehr geehrte Damen und Herren,

Am 12. November nahm Simone Treis als 1. Vorsitzende für den Rom e.V. die diesjährige Integrationsmedaille der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Aydan Özoguz, in Empfang.
Zur Festveranstaltung im Bundeskanzleramt waren sechs Mitglieder des Rom e.V. angereist. Wie auch die sieben anderen Preisträgerinnen und Preisträger, drei davon aus Köln, erhielt der Verein die Auszeichnung für seine besonderen Leistungen im Bereich der Ausbildung. Der Kölner Bundestagsabgeordnete Volker Beck, der den Rom e.V. als Preisträger vorgeschlagen hatte, hob hervor, das Vereinsprojekt Amaro Kher eröffne seit Jahren Roma-Flüchtlingskindern Chancen einer geregelten Schulausbildung, die sie sonst nicht hätten. Die systematische Bildungsbenachteiligung von Romakindern in vielen, auch europäischen Ländern werde von Amaro Kher durchbrochen. Die Förderung eröffne den Kindern und ihren Eltern einen anderen Weg als den, den die Mehrheitsgesellschaften immer noch für sie vorzeichne, den ins soziale Abseits. Stattdessen erwerben die Kinder mithilfe von Amaro Kher größere schulische Kompetenz, die es ihnen und ihren Familien auch leichter mache, der sozialen und rassistischen Ausgrenzung entgegenzutreten und die Kinder gestärkt in Regelschulen wechseln zu können.

bundeskanzleramt_verleihung

Der Rom e.V. freut sich über diese Auszeichnung, weil sie nicht nur die Arbeit des Vereins anerkennt, sondern mehr noch respektiert, dass Romafamilien im Projekt Amaro Kher ihre Potentiale sichtbar machen und entwickeln. Die Diskriminierung von Roma, die in den letzten Monaten wieder groteske und gefährliche Züge angenommen hat, pflegt die Vorurteile, diese Menschen seien uninteressiert an oder gar unfähig zur Bildung. Bestenfalls werden ihnen folkloristisch-musikalische Fähigkeiten zugestanden. Die Erfahrungen des Rom e.V. verweisen auf eine ganz andere Wirklichkeit: wenn den Roma der Zugang zur schulischen Ausbildung nicht länger mit der Gewalt der Ressentiments und der sozialen Ausgrenzung versperrt wird, zeigen sich deren umfassende Möglichkeiten, Fertigkeiten und Entwicklungspotentiale genauso wie bei jeder anderen Gruppe.

Damit diese eigentlich selbstverständliche Erkenntnis nicht immer wieder neu unter Beweis gestellt werden muss, tritt der Rom e.V. dafür ein, dass im Rahmen der Inklusion an allen Regelschulen auch die besondere Unterstützung von Flüchtlingskindern Programm wird, was im Rahmen des neuen dezentralen Schulprojekts des Rom e.V. -Amen Ustha – an einigen Schulen im vergangenen August bereits begonnen hat.

 

Brief an die stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes NRW

By | Aktuelles

An die stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes NRW
Frau Sylvia Löhrmann
Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen
Völklinger Straße 49
40221 Düsseldorf

 

Köln, 15.09.2014

Betreff: Abstimmung über den Gesetzentwurf der Bundesregierung im Bundesrat über die sog. sicheren Herkunftsstaaten Serbien, Mazedonien und Bosnien

Sehr geehrte Frau Ministerpräsidentin,

wir möchten Sie inständig bitten, dafür Sorge zu tragen, dass dem o.g. Gesetzentwurf im Bundesrat nicht zugestimmt wird. Dies tun wir, weil wir täglich in unserer Beratungsstelle von vielen konkreten Menschenrechtsverletzungen Kenntnis bekommen, denen Roma in diesen Ländern täglich ausgesetzt sind.
Zwar kann man weder im Gesetz noch in den Verfassungen dieser Länder Maßnahmen zur Diskriminierung der Minderheit finden. Aber viele Menschenrechtsorganisationen haben durch Recherchen vor Ort festgestellt, dass Roma seit langem und bis heute vom Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung, Wohnungsversorgung, Arbeit und von anderer gesellschaftlicher Teilhabe faktisch und umfassend ausgeschlossen sind. Messbar ist die massive Benachteiligung u.a. an der Lebenserwartung, die weit unter dem Durchschnitt der Gesamtbevölkerung liegt.

Wir bitten Sie, sich darüber in den folgenden Gutachten von Pro Asyl, Amnesty International sowie im Urteil des Verw. – Gerichts Münster vom Juli 2014 zu informieren: Sie finden diese Informationen unter dem Link:

http://www.romev.de/balkan/

Wir bitten Sie auch darum, uns zu informieren, wie Sie zu diesem Gesetzesvorhaben stehen und welche Möglichkeiten Sie sehen, die menschenrechtswidrige faktische Ausgrenzung der Roma in diesen Ländern zu verhindern.

Mit freundlichen Grüßen

Für den Vorstand des ROM e.V.

Kurt Holl

Roma in einem Bunker voller Rattengift untergebracht

By | Aktuelles

Ombudsmann der serbischen Regierung, Sascha Jankovic, erhebt heftige Vorwürfe gegen lokale Behörden:

„Einer Gruppe von Bürgern mit Roma-Herkunft, die aus ihren überschwemmten Häusern in informellen Siedlungen evakuiert wurde, ist nicht die gleiche Hilfe zuteilgeworden, wie anderen von dem Unglück betroffenen Bürgern. Darauf wies der Ombudsmann für Bürgerrechte Saša Janković hin. Die zuständigen Behörden lehnen jedoch die Verantwortung ab.

Eine Gruppe von dreißig Roma, darunter zwanzig Kinder, waren in verschiedenen Räumlichkeiten öffentlicher Behörden und Institutionen untergebracht, von denen keine einzige den hygienischen Anforderungen entspricht. Im Aufnahmezentrum in Dobanovci ist ihnen die Unterkunft aus offen diskriminierendem Gründen verweigert worden, sagt Ombudsmann Saša Janković. Sie wurden schließlich in einen Bunker aus dem Krieg eingewiesen.

„Tage und Nächte haben sie in einem Raum ohne Toilette verbracht, sie hatten keine Möglichkeit sich zu waschen, waren ohne ärztliche oder jede andere Hilfe. In einer Nacht wurden sie nach Dobanovci gebracht, aber dort wurden sie nicht aufgenommen. Auf der Autobahn haben sie stundenlang im Bus gewartet. Am Ende habe sie sie in einen Bunker voller Rattengift gebracht. Ohne Toilette, warmes Wasser oder Abwasserkanal. Im Gesundheitszentrum wollten sie sie nicht untersuchen wie die anderen, die aus Obrenovac kamen, da sie nicht aus dieser Stadt kommen.“ (Sacha Jankovic lt. Radio Slobodna Evropa 30.5.2014)

Der Ombudsmann stellte fest, dass diesen Bürgern mit Roma-Herkunft, einschließlich ihren Kindern, weder medizinischer noch sozialer Schutz noch andere notwendige Unterstützung zu teil wurde, die anderen Bürgern in der Situation besonderer Schutzlosigkeit nach der Evakuierung aus ihren überfluteten Häusern gewährt wurde.

Nach den traumatischen Erlebnissen als die Flut ihre Häuser wegspülte, sind die Roma, die gerademal ihr Leben retten konnten, neuen schlimmen Zuständen ausgesetzt. Sicher sind lokale Behörden angesichts der landesweiten Verwüstungen überfordert, aber offenbar sind Roma-Angehörige diejeningen, für die als letztes und am schlechtesten gesorgt wird. Dazu kommt, dass eine Rückkehr in ihre Dörfer lange nicht möglich ist, weil nicht nur ihre Behausungen, sondern die gesamten Infrastrukturen zerstört sind. Straßen sind durch  Flüsse oder Bergrutsche nicht mehr passierbar, Stadtverwaltung, Schulen mit allen Schulmaterialien, Kindergärten, medizinische Zentren, ihre Felder, Gemüsegärten, Geschäfte und Werkstätten zerstört. Auf einer Pressekonferenz sagte der Ombudsmann heute (Mittw. 4.6.2014).

Roma-Siedlungen verschwanden in der Flut

By | Aktuelles

„Es gibt keine Musik mehr,
die Leute weinen nur noch über die Toten, die Alten weinen die ganze Zeit“

(Nachricht aus dem Romaviertel von Obrenovac)

image001Die schlimmste Flutkatastrophe seit 120 Jahren hat in Serbien und Bosnien auch Tausende von Romafamilien
obdachlos gemacht.
Ihre Häuser und Hütten wurden fortgerissen. Ihre Habe wurde weggespült. Noch immer werden Menschen vermisst.
Die geretteten Familien sind zwar oft in öffentlichen Hallen zusammen mit den anderen Flutopfern untergebracht worden,
doch deren Versorgung mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Kindernahrung und Medizin ist prekär. Noch immer stehen
ganze Romasiedlungen, die oft direkt am Flussufer liegen, unter Wasser und sind von der Außenwelt abgeschnitten,
weil Straßen unterspült und Brücken zerstört sind oder Bergrutsche die Wege blockieren. Kadaver von Rindern
und Schweinen treiben im Wasser und erhöhen die Seuchengefahr. Oft sind Familien in höher gelegene Orte geflohen,
andere kampieren unter Eisenbahnbrücken ohne Frischwasser und Nahrung.
Kölner Romafamilien, deren Verwandte in Serbien von der Katastrophe betroffen sind, haben verzweifelte Anrufe erhalten und
baten den Rom e.V. um Hilfe. Wir beschlossen daher einen Hilfstransport zusammenzustellen, der die nötigsten Artikel vor allem in
die Gebiete bringen soll, wo noch keine öffentlichen Unterkünfte und Versorgung bereitstehen.

Wir bitten alle KölnerInnen unseren Hilfsaktion zu unterstützen.

Wir können nur abgepackte Ware in möglichst großen Paketen mitnehmen und zwar aus Hygienevorschriften. Daher brauchen wir
vor allem Geldspenden, um diese kaufen zu können, soweit uns Privatpersonen, Firmen und Geschäfte nicht ausreichend helfen.
Natürlich muss der Transport selbst auch finanziert werden. Bitte fragen Sie auch in Supermärkten und Firmen nach Sachspenden.

Bitte überweisen Sie Ihre Spende auf folgendes Konto und geben Sie im Verwendungszweck das Stichwort “Flut” an.

Empfänger: Verein zur Förderung der Roma in Köln e.V.
IBAN: DE29 3705 0198 0010 4426 22
BIC: COLSDE33XXX
Stadtsparkasse Köln
Darüber hinaus würden Sie uns sehr helfen, wenn Sie diesen Aufruf auch in Ihrem Freudes- und Bekanntenkreis weiterleiten könnten.

Vielen Dank für Ihre / Eure Unterstützung im Voraus!
Kurt Holl
Im Namen des Vorstandes

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