{"id":3469,"date":"2020-05-12T09:09:42","date_gmt":"2020-05-12T08:09:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.romev.de\/?p=3469"},"modified":"2020-05-12T09:14:59","modified_gmt":"2020-05-12T08:14:59","slug":"wider-das-vergessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.romev.de\/?p=3469","title":{"rendered":"Wider das Vergessen!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gedenken an die Deportationen aus K\u00f6ln \/ Widerstand von\u00a0 Rom_ja und Sinti_ze in Auschwitz-Birkenau am 16.05.1944\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p>Am 16. Mai\u00a0 1940 begann die Kriminalpolizei in Zusammenarbeit mit der \u201eRassenhygienischen Forschungsstelle\u201c Rom_nja und Sinti_ze in K\u00f6ln festzunehmen. Sechs Tage sp\u00e4ter, am 21. Mai, wurden sie vom Bahnhof Deutz in das sogenannte \u201eGeneralgouvernement\u201c nach Polen deportiert. Neben K\u00f6ln wurden Rom_nja und Sinti_ze auch in Hamburg und Stuttgart konzentriert. Von dort aus wurden sie in Lager und Ghettos in Polen interniert, wo sie unter katastrophalen Bedingungen Zwangsarbeit verrichten mussten.<\/p>\n<p>Der 16. Mai erinnert aber ebenfalls an den Widerstand von Rom_nja und Sinti_ze im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau im Jahr 1944. Durch die Gegenwehr konnten sie ihre geplante Ermordung vorerst verhindern.<\/p>\n<p>75 Jahre nach dem Samuradipen, dem V\u00f6lkermord an Rom_nja und Sinti_ze,\u00a0 hat der Rassismus gegen\u00fcber der Minderheit\u00a0 nicht an Aktualit\u00e4t verloren. Dies verdeutlicht die Anfrage der Fraktion DIE LINKE an die Bundesregierung zu antiziganistisch motivierten Straftaten im Jahr 2019. Aus den Antworten geht nicht nur hervor, dass antiziganistisch motivierte Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 15 % zunahmen, sondern auch, dass der institutionelle Rassismus gegen Rom_nja und Sinti_ze tief verwurzelt ist. So schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort von einem \u201eUmgang mit Personen aus fremden Kulturkreisen\u201c und schafft so eine rassistische Abgrenzung. Angeh\u00f6rige der Minderheit leben seit \u00fcber 600 Jahren in Deutschland.<\/p>\n<p>Umso wichtiger ist ein aktives Gedenken, welches die nationalsozialistische Verfolgung, den Widerstand und die Errungenschaften der Minderheit nicht in Vergessenheit geraten l\u00e4sst und die Dominanzgesellschaft ihrer historischen Verantwortung (er)mahnt.<\/p>\n<p>Bereits 1990, zum 50. Jahrestag der Mai-Deportationen, trug der Rom e.V. in Zusammenarbeit mit dem K\u00fcnstler Gunter Demnig zur Aufrechterhaltung einer lebendigen Erinnerung bei. Mit einer Farbspur \u201eMai 1940 &#8211; 1000 Roma und Sinti\u201c, die sich vom Zwangslager \u201eSchwarz-Wei\u00df-Platz\u201c\u00a0 \u00fcber die ehemaligen Wohnorte bis zum Deportationsbahnhof in Deutz quer durch den K\u00f6lner Stadtraum erstreckte, machten sie die nationalsozialistische Verfolgung von Rom_nja und Sinti_ze sichtbar. Bis heute erinnert die Spur die Dominanzgesellschaft an 22 Stellen im K\u00f6lner Stadtgebiet an die nationalsozialistischen Verbrechen.<\/p>\n<p>In Erinnerung an die Ereignisse des 16. Mai\u00a0 l\u00e4dt das Projekt \u201eRomBuK-Bildung und Kultur im Rom e.V.\u201c im Namen des Rom e.V. vom 15.05.2020\u201321.05.2020 zu einer digitalen Veranstaltungsreihe mit Podiumsdiskussion, Vortrag und k\u00fcnstlerischer Performance ein.<\/p>\n<p>Mehr Informationen dazu unter:<\/p>\n<p>Facebook: RomBuK2019, Instagram: rombuk_2019 oder der Webseite: romev.de<\/p>\n<p>R\u00fcckfragen an: serce.oeznarcicegi@romev.de<\/p>\n[divider line_type=&#8220;full-width&#8220; custom_height=&#8220;&#8220;]\n<p><a href=\"https:\/\/www.romev.de\/wp-content\/uploads\/Pressemitteilung_16_Mai.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Pressemitteilung als PDF herunterladen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gedenken an die Deportationen aus K\u00f6ln \/ Widerstand von\u00a0 Rom_ja und Sinti_ze in Auschwitz-Birkenau am 16.05.1944\u00a0 Am 16. 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