Am 6.Juli wurde die Ausstellung „Rassendiagnose Zigeuner“ im NSDOK eröffnet. Dr. Werner Jung begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste, Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes betonte in ihrem Grußwort, dass dieses Unrecht bis heute wirke, Roman Franz, Vorsitzender des Landesverbandes Deutscher Roma und Sinti, wies auf die verdienstvolle Forschungsarbeit in Köln hin, insbesondere habe Frau Dr. Karola Fings, stellvertretende Direktorin, schon früh zu diesem Thema publiziert. Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma, gab eine gute Einführung in die Ausstellung. Ossi Helling, Vorstandsmitglied von Rom e.V., wies eindrücklich auf die Bleiberechtskampagne für Roma und Sinti hin.

Die Ausstellung zeigt den nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma: von der Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit im Deutschen Reich bis zu ihrer systematischen Vernichtung im besetzten Europa. Der menschenverachtenden Perspektive der Täter werden Zeugnisse der Opfer gegenübergestellt.

Behandelt wird auch die Geschichte der Überlebenden im Nachkriegsdeutschland, die erst spät als NS-Opfer anerkannt wurden. Es war die Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma, die die ideologischen und personellen Kontinuitäten aus der Zeit des „Dritten Reiches“ zum Gegenstand einer gesellschaftlichen Debatte gemacht hat.

Dieter Maretzky
Beisitzer im Vorstand „Verein EL-DE-Haus e.V.“