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Presse

Pressemitteilung zum 21. März – Internationaler Tag gegen Rassismus

By Aktuelles, Presse, Stellungnahmen

Der 21, März, der Tag gegen Rassismus, den die UN 1966 ausgerufen haben, schlägt die Brücke zwischen der UN- Charta und dem Kampf gegen alles, was das friedliche, gleichberechtigte, respektvolle Zusammenleben  der Menschen in ihrer Vielfalt verhindert. Die Erinnerung an diese Vision einer friedlichen Welt ist angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine umso dringlicher.

Hier finden Sie die Pressemitteilung von „Köln stellt sich quer“ zum heutigen Tag gegen Rassismus.

Pressemitteilung

By Aktuelles, Presse

Auf Spurensuche der Geschichten von Rom:nja und Sinti:ze in Köln!

 

Der Rom e.V. erhält einen Projektkostenzuschuss des Kölnisches Stadtmuseums für das Projekt „SpuRom:nja“ / im Format einer (digitalen) Stadtführung werden die Geschichten von Rom:nja und Sinti:ze in Köln bewahrt / der Rom e.V. kooperiert dabei mit dem Kölner Fanprojekt

Köln, 10.01.2022: Der Kölner Rom e.V. erhält vom Kölnischen Stadtmuseum einen Projektkostenzuschuss für das Projekt „SpuRom:nja“. Auf Spurensuche der Geschichten von Rom:nja und Sinti:ze in Köln“. Im Projekt wird eine Stadtführung zu verschiedenen (Erinnerungs-)Orten von Rom:nja und Sinti:ze in Köln konzipiert, die an nationalsozialistische Verbrechen, an rassistische Kontinuitäten und an den Kampf um Bürger:innenrechte erinnern. Die Stadtführung wird über eine App auch digital zugänglich gemacht werden und es wird eine Begleitbroschüre entstehen. Von Januar bis Dezember 2022 wird „SpuRom:nja“ in Zusammenarbeit mit dem Kölner Fanprojekt realisiert werden.

Mit dem Projekt möchten wir den Beitrag von Rom:nja und Sinti:ze zur Kölner Stadtgeschichte hervorheben. Bereits vergessene Orte und ihre Geschichten können so bewahrt werden,“ teilt die Projektleiterin Lisa Willnecker mit. „Ich sehe in dem Projekt die Möglichkeit Antiziganismus ebenso wie der bis heute andauernden Marginalisierung der Communities entschieden entgegenzuwirken,“ ergänzt der wissenschaftliche Referent, Redjep Jashari. Zahlreiche Dokumente und Fotos zur Bürger:innenrechtsbewegung seit Ende der 80er Jahre liegen im internen Archiv und Dokumentationszentrum des Kölner Rom e.V. und sind für die Konzeption der Stadtführung und deren digitaler Überführung von immenser Bedeutung. Der Projektkostenzuschuss ermöglicht auch die dringend notwendigen konservatorischen Maßnahmen, um einzigartige Bildwerke, Transparente und Dokumente des Archivs zu erhalten.

Zielgruppe des Projekts sind insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene, die vor allem auch mithilfe der digitalen App adressiert werden sollen. Unterstützung erhält der Rom e.V. dabei vom Kölner Fanprojekt. Die wissenschaftliche Referentin, Vera Tönsfeldt betont: „Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit dem Kölner Fanprojekt, die schon viele Erinnerungstouren konzipiert haben und uns bei der Konzeption und der Evaluierung mit Rat und Tat zur Seite stehen werden.“ Die Begleitbroschüre soll weitere Informationen zu den Inhalten der App bieten, um Lehrkräften eine Thematisierung mit Schulklassen zu erleichtern und Interessierten weiterführende Informationen anzubieten. Natürlich sind aber alle Interessierten eingeladen die (digitale) Stadtführung in Anspruch zu nehmen.

 

Ansprechpartnerin: Lisa Willnecker, lisa.willnecker@romev.de, 0221-2786076

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Pressemitteilung: Kafava gewinnt „WIR IST PLURAL“-Preis

By Aktuelles, Allgemein, Medien, Presse

Der Treffpunkt der Kölner Rom:nja unter den 15 Preistragenden

 

Heute vergab die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb mit dem Bundesverfassungs- gericht als Partner anlässlich dessen 70. Geburtstags den Preis WIR IST PLURAL | Preis zur Stärkung der Demokratie. Zu den 140 Einreichungen, bei der die Frage: „Wie engagiert ihr euch für die demokratischen Werte des Grundgesetzes?“ beantwortet werden sollte, gehört auch das „Kafava“ (Romanes für „Kaffeetreff“), das im Rahmen der heutigen Preisverleihung den 3. Platz in seiner Kategorie belegt hat, und damit 1.000 Euro Preisgeld sowie ein umfassendes Gewinn- Paket für mehr öffentliche Aufmerksamkeit der Aktivitäten gewinnt.

 

Köln, 12.11.2021: Die Spannung unter den Mitarbeiter:innen des Rom e.V. war groß als die WIR IST PLURAL-Preisverleihung um 15.00 Uhr als Livestream begann. Denn auch wenn der Verein bereits vor einem Monat die freudige Nachricht erhielt, dass sein Projekt Kafava zu den 15 Preistragenden gehört, machten die Ausrichter:innen es doch spannend. Ein großes Paket kam einige Tage vorher an, das aber erst zu Beginn der Preisverleihung ausgepackt werden sollte. Auch die genaue Platzierung (Plätze 1-3) in der jeweiligen Kategorie wurde erst heute bekanntgegeben.

Groß war die Freude, als klar wurde, dass das Kafava in seiner Kategorie Bronze gewonnen hat – und damit bei 140 Einreichungen und 50 Nominierungen von einer Fachjury ausgezeichnet wurde, zu der u.a. die Richterin am Bundesverfassungsgericht, Dr. Sibylle Kessal-Wulf, gehörte. „Gesucht waren kreative, originelle und spannende Projekte, die unsere demokratischen Grundrechte verteidigen und mit Herzblut und Leidenschaft vorantreiben. Genau das machen wir mit unserem Kafava und wir sind sehr stolz auf die Anerkennung von diesen beiden namhaften Institutionen“, so Ruzdija Sejdovic, Vorstandsmitglied des Rom e.V und Initiator des Kafava. Grundlage des Projektes ist es, den Kölner Rom:nja einen geschützten Raum anzubieten, in dem sie sich regelmäßig treffen und vernetzen können, um sich zu informieren, auszutauschen und gestärkt eine gleichberechtigte Teilhabe an der Stadtgesellschaft einzufordern. „Nur selbstbewusste Rom:nja können ihre Bürger:innenrechte einfordern und das Zusammenleben in der Stadtgesellschaft aktiv mitgestalten“, betont auch Beata Burakowska, 1. Sprecherin des Rom e.V.

Initiator Ruzdjia Sejdovic (Mitte) u. HelferInnen des Kafava freuen sich über den WIR IST PLURAL Preis (© Rom e.V.)

Initiator Ruzdjia Sejdovic (Mitte) u. HelferInnen des Kafava freuen sich über den WIR IST PLURAL Preis (© Rom e.V.)

Im Rahmen der hybriden Preisverleihung wurde die Laudatio für das Kafava und die beiden anderen Preistragenden in der Kategorie „mittelgroß“ von Jurymitglied Louisa Dellert (Unternehmerin und Podcasterin) gehalten, die betonte „wie unglaublich wichtig“ alle Projekte seien und wie unverzichtbar für die Demokratie. Preisgeld und Gewinn-Paket kommen der weiteren Arbeit des Kafava zugute.

Über den Rom e.V.

Der Rom e.V. arbeitet seit über 30 Jahren als interkultureller, gemeinnütziger Verein für die Verständigung von Rom:nja/Sinti:ze und der Mehrheitsgesellschaft. Ziel ist die umfassende Teilhabe von Rom:nja und Sinti:ze. Neben dem Archiv und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Kultur der Roma als Teil des Projektes RomBuK (Bildung und Kultur im Rom e.V.), betreiben wir eine Sozial-, Geflüchteten- und Integrationsberatungsstelle, eine Integrationsagentur, ein Interkulturelles Zentrum, eine KiTa mit Familienzentrum und mehrere pädagogische Projekte, unter anderem Amaro Kher.

Pressekontakt

Marion Krämer, Geschäftsführung

Tel: 0221 2786075, Mobil: 0177-2994170, Mail: marion.kraemer@romev.de

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Pressemitteilung: Geschichte gerettet: Fotografien vor Archiv-Notfall geschützt.

By Aktuelles, Presse

Köln, 12.10.2021: Das Archiv und Dokumentationszentrum des Rom e.V. hat rund 9000 Fotografien umgebettet. / Über 30 Jahre antirarassistische Geschichte in Köln vor dem Verfall geschützt. / Förderung des LVR ermöglicht konservatorische Maßnahmen. / Archiv-Notfälle der Flutkatastrophe im Rheinland verdeutlichen Bedarf.

Die Umbettung von Fotografien schließt direkt an die archivarische Notfallprävention an. Als am 15. Juli die Flutkatastrohe das Rheinland verwüstete und zahlreiche Archive zerstörte, wurde noch deutlicher, dass eine archivgerechte Verpackung Grundlage dauerhafter Bewahrung ist. Sie kann im Notfall größte Schäden verhindern. Entsprechend groß war die Erleichterung im Rom e.V. als ein Bewilligungsbescheid des LVR-AFZ (Brauweiler/Pulheim) zum Ankauf archivgerechter Verpackungen eingegangen ist.

Inzwischen sind alle Fotografien des Rom e.V. umverpackt. Die so gegen den Verfall geretteten Fotografien dokumentieren vor allem die Bürger:innenrechtsproteste der Community, den gemeinsamen Kampf gegen Rassismus sowie dramatische Momentaufnahmen rassistischer Übergriffe mit Schwerpunkt Köln und Rheinland.

Die gerettete Sammlung ist durch diese Förderung vorerst gesichert. Die Fotografien werden nun sukzessiv erschlossen, damit sie zukünftig im Archiv zugänglich sind. Schwierig bleibt die räumliche Situation des Rom e.V. Archiv und Dokumentationszentrums – das Archivmagazin ist voll. „Käme es tatsächlich zu einem Notfall, wäre dies ein erheblicher Risikofaktor für unsere Sammlung.“, so Vera Tönsfeldt, die als wissenschaftliche Referentin die Sammlung leitet.

Das Archiv und Dokumentationszentrum des Rom e.V. in Köln ist eines der größten seiner Art in Deutschland. Nirgendwo sonst werden so viele Originale gesammelt, welche die Geschichte der Sinti:ze und Rom:nja in Deutschland dokumentieren. Ein Verlust des Bestandes, besonders der Fotografien, käme einer Zäsur gleich. Der einzigartige Schwerpunkt der Dokumentationsarbeit des Rom e.V. Archiv und Dokumentationszentrums liegt seit den 1980er-Jahren auf dem Rassismus gegen die europäischen Minderheiten der Sinti:ze und Rom:nja in Deutschland. Aktionen, wie ein Protest gegen Sony in Köln 1988, der sog. Bettelmarsch im Rheinland und Ruhrgebiet 1991 oder die Besetzung der Kölner Antoniterkirche 1994, wurden über die Jahrzehnte von Fotografinnen und Fotografen begleitet.

Ansprechperson für Rückfragen:

Vera Tönsfeldt, 0221 / 278 60 35; vera.toensfeldt@romev.de

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Rom e.V. gibt sich neue Satzung: Eine Romni als erste Sprecherin

By Aktuelles, Presse

„Im Verein, im Vorstand, bei Ehrenamtlichen und Mitarbeitern streben wir ein paritätisches Verhältnis von Roma und Nicht-Roma an.“, heißt es im Leitbild des Rom e.V. Dass dies nicht nur Lippenbekenntnisse sind, beweist der Verein in seiner gestrigen Jahreshauptversammlung: Der Vorstand wird paritätisch besetzt und eine Romni wurde zur ersten Sprecherin des Vereins gewählt.

Köln, 05.08.2021: Die diesjährige Jahreshauptversammlung des Vereins Rom e.V. (Vereinigung für die Verständigung von Rom (Roma und Sinti) und Nicht-Rom) wählte gestern Abend die Romni Beata Burakowska zur ersten Sprecherin des Vorstandes. Beata Burakowska ist Lehrerin und seit vielen Jahren Mitglied des Vereins. Als zweite Sprecherin wurde die bisherige erste Vereinsvorsitzende Simone Treis gewählt.

Der bisherige sogenannte „geschäftsführende Vorstand“, in dem bis dato keine Rom:nja vertreten waren, wurde durch eine Satzungsänderung abgeschafft.

Beata Burakowska erklärt dazu: „Ich bin stolz auf die persönlich enge, solidarische und gleichberechtigte Zusammenarbeit in unserem Verein. Alle ziehen an einem Strang, wenn es um Antiziganismus geht. So haben wir gemeinsame Aktionen gemacht zu dem kürzlich vorgefallenen, immer noch ungeklärten Todesfall eines Rom in Tschechien. Wir haben kritische Gespräche mit dem WDR geführt wegen der rassistischen Sendung „Die Letzte Instanz“. Und wir haben erfolgreich für und mit den Kölner Rom:nja, die seit Jahren als Geflüchtete nur geduldet sind, die Bleiberechtskampagne gestartet.“

Als weitere Vorstandsmitglieder wurden die beiden Gründungsmitglieder des Vereins Elisabeth Klesse und Doris Schmitz wiedergewählt, ebenso wie das ehemalige Ratsmitglied Ossi Helling. Wiedergewählt wurde ebenso, als Vertreter der Kölner Roma-Community, der Schriftsteller und Kulturmittler Ruzdija Sejdovic. Neu im Vorstandsteam ist der junge Rom Sead Memeti, ein Roma-Aktivist aus Mazedonien, der derzeit als Sozialberater angestellt ist. Der Vorstand wird in der nächsten Zeit eine:n weitere:n Rom:nja kooptieren, so dass der Vorstand dann paritätisch aus vier Rom:nja und vier Nicht-Rom:nja gebildet wird.

Damit setzt der Verein entsprechend seines 2018 verabschiedeten Leitbildes die volle Parität um. Unter den Mitarbeiter:innen haben inzwischen Menschen mit Migrationsgeschichte eine deutliche Mehrheit.

Und auch die Zusammensetzung der Mitgliedschaft im Verein verändert sich deutlich. Während in früheren Jahrzehnten die Kölner Rom:nja große Distanz zum „deutschen e.V.- Vereinswesen“ hatten – so waren noch 2015 bei 45 Mitgliedern nur vier Rom:nja –, sind mittlerweile von rund  75 Mitgliedern über zwanzig Rom:nja.  Eine Steigerung um 400% gegenüber 2015.

Über den Rom e.V.

Der Rom e.V. arbeitet seit über 30 Jahren als interkultureller, gemeinnütziger Verein für die Verständigung von Rom:nja/Sinti:ze und der Mehrheitsgesellschaft. Ziel ist die umfassende Teilhabe von Rom:nja und Sinti:ze. Neben dem Archiv und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Kultur der Roma als Teil des Projektes RomBuK (Bildung und Kultur im Rom e.V.), betreiben wir eine Sozial-, Geflüchteten- und Integrationsberatungsstelle, eine Integrationsagentur, ein Interkulturelles Zentrum, eine KiTa mit Familienzentrum und mehrere pädagogische Projekte, unter anderem Amaro Kher.

Pressekontakt

Marion Krämer, Geschäftsführung

Tel: 0221 2786075, Mail: marion.kraemer@romev.de

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Die neu gewählten Sprecherinnen des Rom e.V. (v.l. Simone Treis, Beata Burakowska) © Rom e.V.

Pressemitteilung

By Aktuelles, Presse

Amaro Kher-Bildungspatin Barbara Süsterhenn ist Preisträgerin bei „KölnEngagiert 2021“

 

Ehrenamtliche Unterstützung der Arbeit des Rom e.V. von Bildungspatin Süsterhenn, die seit 2013 für den Verein aktiv ist, wird von Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Ehrenamtspate Ralph Caspers am 22.08.2021 bei der Preisverleihung „KölnEngagiert“ gewürdigt.


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