Team Amen Ushta

Team Amen Ushta ©Rom e.V.

Amen Ushta, “Wir stehen auf“, ist die dezentrale Fortsetzung des Amaro Kher-Schulprojekts.
In dem Projekt geht es um die schulische Förderung von Roma-Flüchtlings-Kindern und von Kindern aus bulgarischen und rumänischen Familien, die im rechtsrheinischen Köln leben.

Es ist an drei bis vier ausgewählten rechtsrheinischen Grundschulen angesiedelt und bezieht sich direkt auf die gesetzliche Verpflichtung der Schulen zur Inklusion. Armut, unsicherer Aufenthalt, katastrophale Wohnsituationen, mangelnde Sprachkenntnisse und Ablehnung durch die Mehrheitsgesellschaft unterstützen eine erfolgreiche Schulkarriere bekanntlich nicht. Durch verstärkte Zuwanderung von EU-Bürger*innen aus Südosteuropa erhöhte sich die Zahl der unterstützungsbedürftigen Kinder und Jugendlichen.

In einem ersten Schritt analysieren wir, das Team von Amen Ushta, nach Hospitationen in den Klassen und spielerischen Tests die aktuelle Situation. So beobachten wir die sozialen, körperlichen und schulischen Kompetenzen der Kinder. Bei Hausbesuchen lernen wir die Lebensumstände der Familien kennen. Nun entwickeln wir in enger Absprache mit allen Beteiligten (Schulen, Jugendhilfeeinrichtungen) einen maßgeschneiderten Förderplan für die Kinder und, wenn es nötig ist, einen Hilfeplan für die Familien. Bei regelmäßigen Treffen dokumentieren wir die Fortschritte „unserer“ Familien und passen unsere Förderung und Hilfen an.

Mediation: Unter Mediation verstehen wir sehr viel mehr als Streitschlichtung. Wenn es nötig ist, begleiten wir die Kinder unterstützend im Unterricht. So eröffnen wir Ihnen über ihre eigene Muttersprache den Weg in das deutschsprachige Schulsystem. Denn neben mehreren Roma-Dialekten sprechen wir auch Serbisch,  Bulgarisch und andere südosteuropäische Sprachen. So erfahren die Kinder hautnah die Vorteile auch ihrer eigenen Mehrsprachigkeit. Selbstbewusstsein und Lernmotivation steigen. In Gesprächen über den Schulalltag setzten sich die Kinder mit ihrer Situation auseinander und fügen sich leichter in die Schulgemeinschaft ein. Der Schulbesuch bekommt Wert und der Schulabsentismus verringert sich deutlich.

Familienarbeit: Wir unterstützen die Familien bei allen sozialen, gesundheitlichen und schulischen Fragen und helfen Neubürgern bei allen existenziellen Problemen. Mit Hilfe unseres Netzwerkes vermitteln wir Kontakte zu Sportvereinen, in die Erwachsenenbildung und zu familienorientierten Angeboten in ihrer Umgebung und beugen so Isolation und Abgrenzung vor. Wir begleiten, auch als Dolmetscher, bei Ämtergängen, Arztbesuchen, Krankenhausaufenthalten und Schulgesprächen. So fungieren wir als Mittler zwischen den Familien und den Institutionen und Behörden und wir fördern gezielt die Verbindung zu den Schulen. Dazu veranstalten wir Elterncafés, Infoabende und gehen zu Elterngesprächen. Die Eltern fassen über unsere Vermittlung Vertrauen zum deutschen Bildungssystem und kümmern sich aktiv um die Schulkarriere ihrer Kinder!

Deutschförderung: Sprache muss gesprochen werden. Während des Schullalltages bleibt oft wenig Raum für die notwendigen Bedürfnisse von Neulernern. Mit Übungen zum Hörverstehen, Sprechtraining, zum freien Sprechen zu vorgegebenen Themen und dem Erlernen fester Phrasen stärken wir die Sprachkompetenz der Kinder. Unsere Methoden sind altersangemessen – spielerisch. Gleichzeitig fördern wir die zum Schreiben-Lernen notwendige Feinmotorik und die Hand-Auge-Koordination und natürlich die Konzentration. Unsere Lernziele und Themen lehnen sich eng an die im Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen festgelegten Inhalte und Niveaus an. Und natürlich fördern wir immer in enger Absprache mit den begleitenden Klassenlehrern.

Kontakt:
Telefon: 02203-1865245
E-Mail: amen.ushta@romev.de