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E dejaki ćhib zurarel – Muttersprache stärkt

By 9. November 2021Allgemein

„E dejaki ćhib zurarel – Muttersprache stärkt“ war der Titel der Veranstaltung zum „Tag des Romanes“ im Rom e.V., der mit Informationen, Gedichtvorträgen und Musik am 06.11. begangen wurde und auf großes Interesse stieß.

Ruzdija Sejdovic, Schriftsteller und Rom e.V.-Vorstandsmitglied, zur Geschichte der Sprache Romanes (C Rom e.V.)

Ruzdija Sejdovic, Schriftsteller und Rom e.V.-Vorstandsmitglied, zur Geschichte der Sprache Romanes (C Rom e.V.)

Beata Burakowska, 1. Sprecherin des Rom e.V. und Romanes-Lehrerin, bei der Begrüßung der Gäste (C Rom e.V.)

Beata Burakowska, 1. Sprecherin des Rom e.V. und Romanes-Lehrerin, bei der Begrüßung der Gäste (C Rom e.V.)

Pressemitteilung

E dejaki ćhib zurarel – Muttersprache stärkt

Tag des Romanes im Rom e.V. stieß auf großes Interesse

Die 1.000 Jahre alte Sprache Romanes, deren Wurzeln im Sanskrit, ihre Bedeutung für die Rom:nja Community  – nur einige Themen des „Tag des Romanes“, der mit Informationen, Gedichtvorträgen und Musik am 06.11. im Rom e.V. begangen wurde. Die rund 50 Gäste zeigten sich beeindruckt, besonderes Highlight waren die Gedichtvorträge auf Romanes von 10 Jugendlichen, die sich in ihrer Freizeit akribisch auf ihren Auftritt vorbereitet hatten.

 

Köln, 08.11.2021: Der internationale Tag des Romanes (jährlich am 05. November) war Anlass für eine dieser Sprache gewidmete Veranstaltung am letzten Samstag in den Räumen des Rom e.V. am Venloer Wall. Romanes, die Sprache der größten europäischen Minderheit Rom:nja und Sinti:ze, ist eine indoarische Sprache, die mit dem  indischen Sanskrit verwandt ist. Vor allem mündlich weitergegeben, ist Romanes (Romani ćhib) trotz vieler Hürden und Probleme über die Jahrhunderte lebendig geblieben und wird in der ganzen Welt gesprochen.

Bei der Veranstaltung lasen 10 Jugendliche Gedichte auf Romanes und Deutsch, unter anderem von Jovan Nikolic und Ruzdija Sejdovic, der darüber hinaus die Jugendlichen beim Erlernen und Verstehen der poetischen Werke unterstützte. Das Ziel: durch die Muttersprache die eigene Identität zu stärken. Denn Romanes hat für das Empowerment der Rom:nja-Communities große Bedeutung.

„Romani ćhib ist für Rom:nja zentrales und bedeutendes Kulturgut, leider aber auch eine bedrohte Sprache“, so Beata Burakowska,  1. Sprecherin des Rom e.V. und Lehrerin für HSU Romanes.

„Deshalb ist es so wichtig, dass unsere Jugendlichen lernen, welch großer Schatz Romanes für uns alle bedeutet.“ Vorstandskollege und Roma-Schriftsteller Ruzdija Sejdovic, der gemeinsam mit Burakowska und dem RomBuK-Mitarbeiter Redjep Jashari für die Veranstaltung verantwortlich zeichnete, ergänzt: „In den letzten 50 Jahren ist schon viel erreicht worden, was die Standardisierung von Romanes, vor allem als Schriftsprache angeht. Allerdings zeigen die vielen Romanes-Dialekte auch den großen Reichtum unserer Sprache, auf die wir mit Recht stolz sein können.“

Über den Rom e.V.

Der Rom e.V. arbeitet seit über 30 Jahren als interkultureller, gemeinnütziger Verein für die Verständigung von Rom:nja/Sinti:ze und der Mehrheitsgesellschaft. Ziel ist die umfassende Teilhabe von Rom:nja und Sinti:ze. Neben dem Archiv und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Kultur der Roma als Teil des Projektes RomBuK (Bildung und Kultur im Rom e.V.), betreiben wir eine Sozial-, Geflüchteten- und Integrationsberatungsstelle, eine

Integrationsagentur, ein Interkulturelles Zentrum, eine KiTa mit Familienzentrum und mehrere pädagogische Projekte, unter anderem Amaro Kher.

Pressekontakt

Marion Krämer, Geschäftsführung

Tel: 0221 2786075, Mobil: 0177-2994170, Mail: marion.kraemer@romev.de

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