Spendenaufruf für die Erneuerung der Spur

By 22. Juni 2026Allgemein

im Mai 1940 wurden circa 1.000 Rom:nja und Sinti:ze im Innenhof der Kölner Messe gewaltsam zusammengeführt und für die Deportation registriert. Am 21. Mai 1940 wurden sie in das deutsch besetzte Polen verschleppt. Diese Deportation gilt als die erste reichsweite Massendeportation von Sinti:ze und Rom:nja aus dem Deutschen Reich. Im besetzten Polen werden sie in Lager, Ghettos und andere Internierungseinrichtungen eingewiesen und zur Zwangsarbeit gezwungen. Viele überleben die Verfolgung und die menschenunwürdigen Lebensbedingungen nicht. Die Deportationen markieren einen frühen Schritt in der systematischen Verfolgung und späteren Vernichtung von Sinti:ze und Rom:nja während des Nationalsozialismus. Ab 1943 werden tausende Rom:nja und Sinti:ze aus dem Deutschen Reich und den besetzten Gebieten in ein gesondertes Lager des KZ Auschwitz-Birkenau deportiert. Die Mehrheit der dort Inhaftierten wird ermordet.

Um dieses Verbrechen sichtbar zu machen, zog der Künstler Gunter Demnig im Jahr 1990 eine Lackspur durch Köln. Dies geschah mit praktischer Unterstützung des Rom e.V.. Die Spur mit der Aufschrift „MAI 1940 – 1000 ROMA UND SINTI“ wurde mithilfe einer selbstgebauten Druckwalze aufgebracht. Der Schriftzug verlief, entlang der Deportationswege von Bickendorf bis zur Laderampe in Deutz. Nach einigen Jahren verblasste die Spur.

Im März 1993 stimmte der Kölner Stadtrat zu, dass Demnig Messingplatten verlegt. So entstand nach und nach die Messingspur um die Deportation dauerhaft sichtbar zu machen.

Heute ist die Spur an einigen Stellen beschädigt. Um ihre Erneuerung (Verlegungs- und Materialkosten) zu finanzieren, sammeln wir Spenden.

Bis heute findet der Samudaripen und die Verfolgung von Rom:nja und Sinti:ze zu wenig Beachtung.

Dabei leistet die Kölner Spur lokal einen wichtigen Beitrag zur Erinnerung und Sichtbarkeit, denn sie ist ein visueller Strich durch das Vergessen.

Unterstützt uns, wenn ihr könnt, schon kleine Beiträge helfen, diese wichtige Form der Erinnerung zu erhalten.

Spendenkonto:

Verwendungszweck: Spur der Erinnerung

IBAN: DE 80 3705 0198 0012 4426 20

BIC: COLSDE33XXX