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Aktuelles

Antiziganismusbeauftragter des Bundes besucht Rom e.V.

By Aktuelles, Medien

Köln, Dr. Mehmet Daimagüler besuchte am 19.12.2022 den Rom e.V. Seit seiner Berufung zum ersten Beauftragten gegen Antiziganismus im März 2022 hat er bereits viele Organisationen in Deutschland besucht. Es gibt viel zu tun.

Der Termin in Köln war für uns, den Vorstand und die Mitarbeiter:innen des Vereins, eine Herzensangelegenheit. Antiziganismus ist immer noch ein großes Problem und muss mit vielen Rassismen zusammengedacht werden: Immer wieder zeigten sich z.B.  Verknüpfungen zum Umweltrassismus oder zu Diskriminierungen auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt. Bereits seit 1988 setzt der Verein sich dafür ein, die bestehenden Ressentiments zu überwinden und in einen aktiven Diskurs einzutreten – immer auf Augenhöhe: Die Communities der Rom:nja und Sinti:ze und die Gadje.

Während der angeregten Diskussion, lobte Daimagüler besonders die Ansätze des Rom e.V. seit 2019. Die Arbeit die geleistet würde, sei vorbildlich und habe viele Überschneidungspunkte zu der Agenda der Bundesregierung. Während der gemeinsamen Begehung des Archiv und Dokumentationszentrums wurde die Bedeutung der Erinnerungsarbeit als Faktor für Sichtbarkeit und Sensibilisierung gestärkt. Das Archiv und Dokumentationszentrum des Rom e.V. ist eines der größten in Europa und wurde seit Anfang der 1990er-Jahre unter anderem von dem Schriftsteller und Autor Ruždija Sejdović aufgebaut.

Ruždija Sejdović, der den Rom e.V. mit gründete und sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich als Vorstandsmitglied engagiert, wurde am 20.12.2022 für seine visionäre Arbeit mit dem Rheinlandtaler des LVR ausgezeichnet.

Lesen Sie hier mehr über die Verleihung des Rheinlandtalers.

Veröffentlichung: Auf Spurensuche der Geschichten von Rom:nja und Sinti:ze in Köln

By Aktuelles, Allgemein

Handreichung und Stadtrallyes gehen online: Ab heute können verschiedene Orte in Köln kennengelernt werden, die mit den Geschichten von Rom:nja und Sinti:ze verknüpft sind:

Orte …

  • der Verfolgung im Nationalsozialismus,
  • der Erinnerung,
  • der rassistischen Kontinuitäten nach 1945 und
  • der Bürger:innenrechtsbewegung von Rom:nja und Sinti:ze in den 1980er/1990er Jahren.

App:

Unsere Stadtrallyes „SpuRom:nja“ sind über die App Actionbound zugänglich. Dazu muss die App Actionbound einfach nur über den Play- oder Appstore auf Smartphones oder Tablets heruntergeladen werden. Dann können über den QR-Code-Scanner in der App unsere Touren gefunden werden. Wir haben unsere Stadtrallye auf zwei Wege mit unterschiedlichen Stationen aufgeteilt, um größeren Gruppen, wie z.B. Schulklassen, eine leichtere Durchführung zu ermöglichen. Hier kann sich die Klasse einfach aufteilen: Eine Gruppe macht die

  • Tour 1 „SpuRom:nja – Startpunkt Köln Messe/Deutz“ und die andere die
  • Tour 2 „SpuRom:nja – Startpunkt Waidmarkt/Köln Innenstadt“.

Tour 1 beginnt am Bahnhof Messe/Deutz und führt über den Kölner Dom und das Historische Rathaus zur Kölner Oper. Tour 2 beginnt am Alten Polizeipräsidium und führt über die Bobstraße und die Schildergasse zur Antoniterkirche. Falls sich eine größere Gruppe aufteilt, treffen sich die beiden Gruppen dann in der Mitte wieder – zwischen Antoniterkirche und Kölner Oper. Kleinere Gruppen oder Gruppen, die mehr Zeit mitbringen, können auch beide Touren hintereinander machen, dann sollte nach der Kölner Oper mit der Station Antoniterkirche weitergemacht werden. Beide Touren sind über die Suchfunktion oder die QR-Codes in der Actionbound-App auffindbar:

 

Handreichung:

Darüber hinaus ist eine Handreichung als Begleitmaterial für unsere beiden Stadtrallyes „SpuRom:nja“ entstanden, die vor allem Lehrkräften eine Vor- und Nachbereitung mit Schüler:innen erleichtern soll. Daher sind alle Orte und ihre Geschichten, die in den Stadtrallyes thematisiert werden, Teil der Handreichung. Wir stellen außerdem mögliche Arbeitsaufträge für Schüler:innen zur tiefergehenden Auseinandersetzung mit den Themen sowie Zusatzmaterial, darunter Link- und Literaturempfehlungen, eine Chronologie und ein Glossar zur Verfügung. Selbstverständlich steht die Handreichung aber auch allen Interessierten zur Verfügung.

Die Handreichung steht hier zum Download bereit.

Die Stadtrallyes und die dazugehörige Handreichung sind im Projekt „SpuRom:nja. Auf Spurensuche der Geschichten von Rom:nja und Sinti:ze“, gefördert vom Kölnischen Stadtmuseum,  als Teil des Projektes „RomBuK- Bildung und Kultur im Rom e.V.“ entstanden, gefördert vom Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Köln.

30. Jahrestag zur Verlegung des „ersten Prototyp-Stolpersteins“

By Aktuelles, Stellungnahmen, Veranstaltungen

Genau heute vor 30 Jahren wurde der Stein, der an die Deportationen von Rom:nja und Sinti:ze nach Auschwitz-Birkenau erinnert, vor dem Kölner Rathaus von Gunter Demnig und dem Rom e.V. verlegt. Auf dem Stein wird aus dem „Auschwitz-Erlass“ Heinrich Himmlers, Reichsführer der SS und Chef der Deutschen Polizei, vom 16. Dezember 1942 zitiert, in dem die Deportationen von Rom:nja und Sinti:ze ins Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau angeordnet wurden.

Später entwickelte Gunter Demnig daraus die Idee der Stolpersteine, die an die Opfer des nationalsozialistischen Regimes erinnern.

Mit der Verlegung vor dem Kölner Rathaus wollten Demnig und die Aktivist:innen des Rom e.V. nicht nur auf den Jahrestag der angeordneten Deportationen und den an Rom:nja und Sinti:ze begangenen Völkermord erinnern, sondern auch auf die Situation von geflüchteten Rom:nja aus dem ehemaligen Jugoslawien und ihrer Forderung eines Bleiberechts aufmerksam machen.

Im Jahr 2010 wurde der Stein vor dem Kölner Rathaus von Unbekannten entwendet, 2013 neu verlegt.

Aktuell ist er aufgrund der Baustelle nicht einsehbar.

Euch interessieren die Geschichten von Rom:nja und Sinti:ze in Köln? Dann haben wir hier genau das richtige für euch!

Diskriminierung der Rom:nja in der Ukraine

By Aktuelles, Stellungnahmen

Auch in Köln sind Geflüchtete aus der Ukraine mit Roma-Hintergrund angekommen. Der Rom e.V. bietet ihnen  seit einigen Monaten eine eigene professionelle Beratung an.Leider gibt es in der Zivilgesellschaft viel zu wenig Informationen, wie schlecht die Lage der Rom:nja in der Ukraine ausgesehen hat und auch derzeit aussieht. Deshalb stellen wir einen Reisebericht  des Europaparlamentsabgeordneten Romeo Franz, der im Newsletter der „Bundesvereinigung der Sinti und Roma e.V.“ vom November 2022 erschienen ist, hierhier zur Verfügung.

Presseerklärung: Zusammen gegen die Gewalt gegen Frauen

By Aktuelles, Presse, Stellungnahmen

Rom e.V. und Romane Romnja setzen zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen ein gemeinsames Zeichen gegen die strukturelle Gewalt an Romnja

Zum diesjährigen Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen hat der Rom e.V. gemeinsame mit dem Netzwerk Romane Romnja eine Presserklärung verfasst, in der sich beide Organisationen vor allem gegen die strukturelle Gewalt gegen Romnja wenden.

Hier finden Sie die ausführliche Presseerklärung.

Pressemitteilung

By Aktuelles, Presse, Stellungnahmen

Neuer Vorstand gewählt – Ruzdija Sejdovic 1. Sprecher des Rom e.V.

In seiner diesjährigen Jahreshauptversammlung hat der Rom e.V. den Rom Ruzdija Sejdovic zum ersten Sprecher des Vorstandes gewählt. Der neugewählte Vorstand ist paritätisch mit vier Rom:nja und vier Nicht-Rom:nja besetzt. Ein wichtiges Thema in der Sitzung war eine von den Rom:nja im Verein verfasste Stellungnahme zu Vorwürfen gegen den Rom e.V.

Hier die vollständige Pressemitteilung.