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Nachruf

Prof. Dr. Rajko Djurić verstorben

By Aktuelles, Nachruf

Der Rom e.V. trauert um Prof. Dr. Rajko Djurić, international bekannter Roma-Aktivist, Schriftsteller, Philosoph und Wissenschaftler. Er verstarb am Montag, den 02.11.2020, im Alter von 73 Jahren.

Prof. Dr. Rajko Djurić auf der Veranstaltung zum 8. April

Prof. Dr. Rajko Djurić auf der Veranstaltung zum 8. April (Internationaler Tag der Rom_nja) im Rom e.V. © Izabela Alibajro

Rajko Djurić wurde 1947 in Serbien geboren. Er studierte an der Philosphischen Fakultät in Belgrad und promovierte über die in Jugoslawien lebenden Rom_nja. Bevor er aufgrund der zunehmenden politischen Spannungen in Jugoslawien nach Berlin emigrierte, war er Leiter der Kulturedaktion der Belgrader Zeitung „Politika“. In Deutschland gründete er 1996 das PEN-Zentrum. Zudem war er zehn Jahre lang Präsident der „Internationalen Roma Union“. In seinem Leben veröffentlichte Djurić zahlreiche Artikel und Bücher über die Literaturen von Rom_nja und Sinti_ze sowie über die Sprache Romanes. Zuletzt lebte er in Belgrad, wohin er Anfang der 200er Jahr zurückgekehrt war.

„Der Tod von Rajko Djurić hinterlässt eine große Lücke. Er war ein bemerkenswerter Aktivist, ein großartiger Schriftsteller, ein wissenschaftlicher Pionier und ein guter Freund. Er wird uns allen sehr fehlen“, bedauert Vorstandsmitglied des Rom e.V., Ruždija Russo Sejdović.

Am Montag, den 02.11.2020 verstarb Rajko Djurić nach längerer Krankheit. Der Rom e.V. wird ihn immer in Ehren halten.

Nachruf für Guntram Schneider

By Nachruf

Wir möchten an dieser Stelle an Guntram Schneider erinnern, der am 3. Januar 2020 verstorben ist.

Guntram Schneider war von 2010 bis 2015 NRW-Minister für Arbeit, Soziales und Integration. Während dieser Zeit hat er das jüngste pädagogische Projekt des Rom e. V. „Angle Dikhas“ auf den Weg gebracht. Er besuchte am 22.10.2013 den Rom e. V., um sich ein Bild von der Arbeit des Vereins zu machen. Bis das Projekt realisiert und an den Start gehen konnte hat es zwar noch einige Jahre gedauert, aber ohne das Engagement des Ministers würde es dieses für Roma-Jugendliche so wichtige Projekt, welches sie auf ihrem Weg in die schulische und berufliche Integration begleitet und unterstützt, nicht geben.

Guntram Schneider hat sich in besonderer Weise für die berufliche Bildung engagiert. Während seiner Amtszeit wurde in seinem Ministerium das Übergangssystem von der Schule in den Beruf „Kein Abschluss ohne Anschluss“ entwickelt.

Wir danken Guntram Schneider, der in seinem politischen Wirken eine klare solidarische humanistische Haltung eingenommen und vertreten hat und der seinen Einfluss und seine Ämter auch zugunsten der Geflüchteten und Zuwander_innen konstruktiv eingesetzt hat.

Der Vorstand des Rom e. V.