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Allgemein

SpuRom:nja Tour 2 – historische Stadtführung mit Actionbound App

By Allgemein

Datum: Do, 26.9.2024 

Uhrzeit: 15 bis 18 Uhr  

Treffpunkt: wird nach Anmeldung bekannt gegeben

 

Anmeldung: https://rb.gy/vtpouh oder per Mail an rombuk@romev.de

 

Im Rahmen dieser Tour bieten wir anhand der Actionbound App eine Führung an bedeutende Orte für Rom:nja und Sinti:ze in Köln an. Diese Orte umfassen jene, die im Nationalsozialismus für Verfolgung standen, Orte, die auf rassistische Kontinuitäten nach 1945 hinweisen, sowie Orte, die mit der Bürger:innenrechtsbewegung von Rom:nja und Sinti:ze in den 1980er/1990er Jahren in Verbindung stehen. Unsere Stadtführung hat das Ziel, das Bewusstsein für den spezifischen Rassismus gegenüber Rom:nja und Sinti:ze zu schärfen.

Erklärung des Vorstandes des Rom e.V. zu Solingen und zum Treffen der Bundesregierung mit den Ländern und der CDU Opposition

By Aktuelles, Allgemein, Presse, Stellungnahmen

Wir sind zutiefst erschüttert über die Tat in Solingen, die von uns uneingeschränkt verurteilt wird. Islamistischer Terror darf zu keinem Zeitpunkt legitimiert werden und braucht harte Konsequenzen. Diese Konsequenzen dürfen aber nicht zum Nachteil von Menschen werden, die vor Gewalt, Hunger, Verfolgung oder ähnlichem fliehen. Eine Tat, die entrechtende  Konsequenzen  für viele tausende Schutzsuchende hätte, wäre fatal! Und dennoch passiert das gerade.

Hier die Erklärung des Vorstands des Rom e.V. zu Solingen und dem Treffen der Bundesregierung mit den Ländern und der CDU-Opposition, in dem er sich der Stellungnahme unseres multikulturellen Beratungsteam anschließt. Der Appell lautet, die Menschenrechte der Menschen, die zu uns migrieren, unbedingt zu schützen.

Schulstart in NRW: Nicht alle Kinder dürfen hin

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Aktuelle Pressemitteilung des Paritätischen NRW

Völlig zu Recht weist der Paritätische NRW in seiner aktuellen Pressemitteilung darauf hin, dass geflüchtete Kinder und Jugendliche in NRW, die in Sammelunterkünften untergebracht sind, nicht zur Schule oder Kita gehen dürfen. Zitat: „Mehr als 3.500 Kinder und Jugendliche sind in Sammelunterkünften des Landes NRW untergebracht. Isoliert von der Außenwelt können einzelne von ihnen Ersatzangebote schulischer Bildung in den Unterkünften besuchen, aber selbst das ist längst nicht überall gewährleistet.“

Christian Woltering, Vorstand des Paritätischen NRW, fordert von der Landesregierung: „Fassen Sie Mut für diesen Meilenstein: Geflüchtete Kinder und Jugendliche haben das Recht auf ein Aufwachsen unter förderlichen Bedingungen und den schnellstmöglichen Zugang zu Bildung. Begrenzen Sie, so wie im Koalitionsvertrag vorgesehen, die Dauer der Unterbringung von Familien in Sammelunterkünften auf ein absolutes Minimum und priorisieren Sie eine dezentrale Unterbringung.“

Dieser Forderung können wir uns nur anschließen! Hier die vollständige Pressemitteilung (weitere Infos unter: https://www.paritaet-nrw.org/service/presse/pressemeldung-schulstart-in-nrw und auf Facebook: https://www.facebook.com/ParitaetNRW) 

Wir fordern gemeinsam mit über 300 Organisationen zum Treffen von Bundeskanzler und Ministerpräsident*innen: Menschen schützen statt Asylverfahren auslagern

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In einem gemeinsamen offenen Brief an Bundeskanzler Scholz und die Ministerpräsident*innen bekräftigt Rom e.V. mit 308 Organisationen – von lokalen Initiativen der Flüchtlingshilfe bis hin zu bundesweiten Organisationen –, dass sie zu einer Gesellschaft gehören wollen, die fliehende Menschen menschenwürdig aufnimmt. Kurz vor deren Treffen fordert das Bündnis den Bundeskanzler und die Ministerpräsident*innen auf, die Auslagerung von Asylverfahren klar abzulehnen und sich stattdessen gemeinsam mit der Zivilgesellschaft für eine zukunftsfähige Aufnahme von Schutzsuchenden in Deutschland stark zu machen.

Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag, werden Bundeskanzler Olaf Scholz und die Ministerpräsident*innen während ihrer gemeinsamen Tagung über eine mögliche Auslagerung von Asylverfahren diskutieren. Das Bundesinnenministerium wird einen Sachstandsbericht zu einem Prüfauftrag vorlegen, der bei Bund-Länder-Beratungen im November 2023 beschlossen wurde.

Wir, 309 unterzeichnende  Organisationen warnen vor der Auslagerung von Asylverfahren. Bisherige Versuche zeigen, dass sie zu mehr Leid bei den Betroffenen und Menschenrechtsverletzungen führen, nicht funktionieren und extrem teuer sind. Eine zukunftsfähige Gesellschaft braucht Vielfalt, Offenheit und ein konsequentes Einstehen für die Menschenrechte für alle, so das Bündnis.

Das Bündnis wurde initiiert von PRO ASYL, dem Paritätischen Gesamtverband, Ärzte ohne Grenzen, Brot für die Welt, Diakonie Deutschland und Amnesty International. Der offene Brief mit den unterzeichnenden Organisationen ist hier zu finden.

Selbstbestimmung statt Bezahlkarte – Petition unterstützen

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Das Wort „Bezahlkarte“ hört sich harmlos an, als ob man mit einer Bankkarte bezahlen könnte. Aber der Eindruck täuscht, die Bezahlkarte schränkt die Zahlungsfähigkeit ein. Ein paar Beispiele: Eine Bezahlung ist nur in ausgewählten Geschäften, nur in einem eingeschränkten Gebiet, nicht für Online- oder Abokäufe oder Überweisungen möglich. Auch kann man nicht auf Märkten einkaufen oder Rechtsbeistände bezahlen.

Diese Diskriminierung von geflüchteten Menschen möchte die Kölner Kampagne „Selbstbestimmung statt Bezahlkarte“ verhindern. Der Rom e.V. gehört zu den Gründungsmitgliedern der Kampagne „Selbstbestimmung statt Bezahlkarte“ und lehnt zusammen mit  agisra e.V. Köln, AK Politik der Kölner Willkommensinitiativen, Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e. V., Bürgerzentrum Vingst – Vingster Treff, Caritasverband für die Stadt Köln e.V., Diakonisches Werk Köln und Region gGmbH, Kölner Flüchtlingsrat e.V., Kölner Runder Tisch für Integration, Komitee für Grundrechte und Demokratie und Migrafrica gGmbH die Einführung der Bezahlkarte für Geflüchtete in Köln und NRW entschieden ab und plädiert stattdessen für ein Basiskonto für Geflüchtete.

Bitte unterstützt die Kampagne und unterschreibt hier die Online-Petition.

Rigide Abschiebepraxis
Stadt Köln muss 23-jährigen Rom nach Abschiebung nach Serbien sofort wieder einreisen lassen

By Aktuelles, Allgemein

Einen besonders dramatischen Fall, wenn auch (dieses Mal!) mit gutem Ausgang schildern  Mosaik Köln Mülheim e.V. und das Abschiebereporting NRW.

Was ist passiert

Die Stadt Köln hatte den 23-jährigen in Deutschland geborenen Rom Tito J. am frühen Morgen des 21. März 2023 – am Internationalen Tag gegen Rassismus – zur Abschiebung nach Serbien abgeholt. Seine hoch schwangere Partnerin und das gemeinsame einjährige Kind blieben zurück. Die Partnerin rief eilig die Unterstützerin Marianne Arndt vom Kölner Verein Mosaik zu Hilfe, die eine Anwältin aktivierte, um diese Familientrennung noch zu stoppen. Wenig später schon beschloss das Gericht, dass die Abschiebung des jungen Familienvaters umgehend vorläufig zu stoppen sei. Leider war das Flugzeug mit dem Mann zu diesem Zeitpunkt bereits vom Düsseldorfer Flughafen aus nach Serbien abgehoben. Immerhin gewährleisteten das Gericht, die Stadt Köln und die im Flugzeug anwesende Bundespolizei die sofortige Rückholung des Mannes nach Deutschland noch am gleichen Abend.

Unter den oben aufgeführten Links wird über weitere Fälle berichtet, die zeigen, wie rigide abgeschoben wird, Familientrennungen immer wieder geschehen und wie dramatisch die Situation insbesondere für Rom:nja ist.